Die Euphorie um Angelique Kerber wollten die deutschen Tennis-Damen für den Halbfinaleinzug im Fed Cup nutzen. Doch die Schweiz erwies sich als der erwartet schwierige Gegner - und verpasste dem deutschen Team einen Dämpfer.

Die deutschen Tennis-Damen um Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber müssen im Fed Cup um den Verbleib in der Weltgruppe bangen. Eine Niederlage von Anna-Lena Grönefeld und Andrea Petkovic im Doppel besiegelte am Sonntag in Leipzig das Viertelfinal-Aus der Deutschen gegen die Schweiz. Das deutsche Duo unterlag Martina Hingis und Belinda Bencic 3:6, 2:6.

Annika Beck hatte zuvor bei ihrer Einzel-Premiere im Fed Cup die Niederlage von Kerber wettgemacht und mit einem 7:5, 6:4 zum zwischenzeitlichen 2:2 ausgeglichen. Kerber zog im ersten Match des Tages vor 4200 Zuschauern 6:7 (4:7), 3:6 gegen Bencic den Kürzeren.

Mitte April geht's in die Relegation

Die Mannschaft von Teamchefin Barbara Rittner spielt damit am 16./17. April in der Relegation um den Verbleib in der Weltgruppe der besten acht Teams. Am Dienstag wird der Gegner ausgelost. In der Weltgruppe II mussten die Deutschen letztmals 2013 ran.

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Grand-Slam-Turniersiegerin Kerber war nach ihrem Terminstress und Medienmarathon der vergangenen Tage die Erschöpfung anzumerken. Einen Tag nach ihrem deutlichen Erfolg gegen Timea Bacsinszky trat die deutsche Nummer eins nicht mehr so souverän und dominant auf. "Irgendwann war mein Akku alle", sagte die 28-Jährige. "Irgendwann kommt man einfach an die körperlichen Grenzen."

Nach dem Gala-Auftritt von Kerber am Samstag und einer Niederlage von Petkovic hatte es nach dem ersten Tag 1:1 gestanden. Bundestrainerin Barbara Rittner entschied sich nach dem enttäuschenden Auftritt von Petkovic für Australian-Open-Achtelfinalistin Beck im Einzel. "So eine Drucksituation war eine Premiere für mich. Ich habe für das Team und auch für Angie gespielt", sagte die 21-jährige Bonnerin. Für den Gesamtsieg reichte ihre Leistung jedoch nicht.© dpa