Handballer mit Sieg über Schweden in EM-Hauptrunde
Der anschließende 27:21-Sieg Mazedoniens gegen Tschechien bescherte dem WM-Elften sogar noch den Gruppensieg. Vor 4000 Zuschauern in der ausverkauften Halle Cair zeigte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vor allem in der ersten Halbzeit eine spektakuläre Leistung.
"Wir denken nach wie vor von Spiel zu Spiel, genauso werden wir in die Hauptrunde gehen. Wir haben alles in der Hand und werden nicht auf die anderen schauen", sagte Bundestrainer Martin Heuberger. Beste Akteure im deutschen Team waren Torhüter Silvio Heinevetter und der neunfache Torschütze Uwe Gensheimer.
"Wir haben heute als Mannschaft sehr gut gespielt, ich glaube auch in der Höhe verdient gewonnen. Wir haben jetzt das Optimum rausgeholt und von daher sind wir glücklich", sagte Heinevetter. Am Samstag startet das Team in Belgrad in die zweite Turnierphase mit vier Punkten aus den Spielen gegen Schweden und Mazedonien. Erster Gegner ist Gastgeber Serbien, danach folgen Dänemark und Polen. "Ich glaube, wir haben es geschafft, uns von Spiel zu Spiel zu steigern. Darauf können wir aufbauen. Ich hoffe, dass es in den nächsten Spielen über die ganze Spielzeit klappt", meinte Gensheimer.
"Ich möchte unser Spiel gewinnen", hatte Bundestrainer Martin Heuberger vor dem 101. Duell mit Schweden verkündet. Doch die Stärken der Skandinavier haben ihn auch zur Warnung vor der stabilen Abwehr und der Torgefährlichkeit bei Kontern veranlasst. Zudem hätten sie in Kim Andersson vom deutschen Rekordmeister THW Kiel einen überragenden Akteur. "Das macht sie gefährlich", mahnte der Bundestrainer.
Auf dem Spielfeld demonstrierte seine Auswahl, dass sie alle seine Hinweise und Mahnungen verinnerlicht hatte. In der Abwehr ließen die deutschen Spieler den gefürchteten Kim Andersson nicht zur Entfaltung kommen. Dafür trafen zwar Kim Ekdahl du Rietz (6) und Jonas Larholm (5) im ersten Durchgang fast nach Belieben. Dies aber fiel nicht ins Gewicht, weil die Mannen um den in der 25. Minute eingewechselten Kapitän Pascal Hens im Angriff konsequent ihre Chancen nutzten.
Vor allem Uwe Gensheimer zeigte sein großes Reservoir an Wurfmöglichkeiten und traf schon in der ersten Halbzeit achtmal. Dabei kam der deutschen Mannschaft die defensive schwedische Abwehrformation entgegen. Geführt von Spielmacher Michael Haaß entwickelten die Rückraumspieler die zuletzt meist vermisste Durchschlagskraft. So enteilte der eigentliche Außenseiter von 3:1 (3.) über 8:3 (10.) bis auf 11:5 (14.).
Anschließend wechselte Heuberger auf einigen Positionen. Die Findungsphase im deutschen Team nutzte der WM-Vierte Schweden, der sich bereits zuvor für die Hauptrunde qualifiziert hatte, um den Rückstand zu verringern. Dies blieb jedoch ohne Wirkung auf die DHB-Auswahl, die sich wieder auf 20:14 absetzte und mit einem 20:15-Vorsprung in die Pause ging.
Die Schweden, die mit sieben Bundesliga-Spielern angetreten waren, gaben sich aber nicht auf. Angetrieben von Larholm und Ekdahl du Rietz und angefeuert von den tausenden mazedonischen Fans in der Halle jagten sie dem Rückstand hinterher. Die deutsche Mannschaft behielt trotz des zwischenzeitlichen 22:19 (40.) weitgehend kühlen Kopf und verteidigte die Führung tapfer bis zum Schluss.
18 Meinungen zu "Handballer auf Olympia-Kurs"
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skipper55
Freitag, 20.01.2012, 13:16 Uhr Hens bringt es schon seit Jahren nicht mehr im Nationalteam! Da kann man nicht davon reden dass er "mal" nicht in guter Verfassung ist. Wenn ihn die Mitspieler nicht perfekt in Position bringen kommt von dem mal garnichts! Und so einen braucht man nicht auf der Königsposition. -
ferminator
Freitag, 20.01.2012, 12:04 Uhr Souverän ist aber leider anders.... abgesehen von gestern vielleicht... so im großen und ganzen. -
viribusunitis
Freitag, 20.01.2012, 11:29 Uhr Und dass Henz nicht spielt, hat unserer Mannschat gut getan. Na gut,war ein paar Minuten dabei aber ohne jegliche Wirkung - schon sein erstzer Wurf weit übers Tor hat mich in meiner Meinung darin bestärkt, das wir in nicht brauchen. Warum wird der nur so hochgelobt? -
frustierter
Freitag, 20.01.2012, 11:06 Uhr Keine Frage ein verdienter Sieg und besser gespielt als bisher. Ich denke aber das sich die Deutsche Mannschaft bei den Gegnern in der Hauptrunde nochmal ein Stück steigern muß. Sollte das gelingen "winkt" das Halbfinale und ab Halbfinale und mit etwas Glück was ja bei Halbfinalspielen meißtens eine große Rolle spielt ist auch der Finaleinzug machbar. Ich drücke der Mannschaft auf jeden Fall beide Daumen und bin eigentlich auch sehr Optimistisch das sie die Olympiaqualifikation schafft. -
gaststar
Freitag, 20.01.2012, 10:31 Uhr so wie sich die Schweden dargestellt haben, könnte man glatt meinen, der Sieg wäre gekauft gewesen
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