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23.01.2013, 10:21 Uhr

Serena Williams scheitert überraschend an Stephens

Melbourne (dpa) - Topfavoritin Serena Williams ist bei den Australian Open sensationell im Viertelfinale ausgeschieden. Die 31 Jahre alte Amerikanerin verlor in Melbourne das Duell der Generationen gegen ihre zwölf Jahre jüngere Landsfrau Sloane Stephens mit 6:3, 5:7, 4:6.

Williams kassierte damit erstmals seit Mitte August 2012 wieder eine Niederlage. Stephens verwandelte in der Rod Laver Arena nach 2:17 Stunden ihren ersten Matchball und konnte ihr Glück danach kaum fassen. "Oh mein Gott! Ich habe keine Ahnung, was ich sagen soll", meinte Stephens nach dem bislang größten Sieg ihrer Karriere.

Williams, die zuletzt 22 Mal in Serie gewonnen und letztmals in Cincinnati gegen Angelique Kerber als Verliererin einen Tennis-Platz verlassen hatte, stürmte dagegen gefrustete aus dem Stadion. Zwar winkte sie noch einmal tapfer ins Publikum, aber die Enttäuschung war der Doppel-Olympiasiegerin deutlich anzumerken. Die 15-malige Grand-Slam-Turnier-Siegerin wurde ab Ende des zweiten Satzes von einer Rückenverletzung geplagt und musste behandelt werden. Doch das sollte die starke Vorstellung von Stephens nicht schmälern.

"Sie hat richtig gut gespielt", lobte Williams ihre potenzielle Nachfolgerin. Von Beginn an zeigte der US-Teenie keinerlei Respekt vor seinem großen Vorbild. Ihre ersten drei Aufschlagsspiele gewann sie allesamt zu Null, doch dann zog Williams ein bisschen an und entschied den ersten Satz nach 28 Minuten für sich.

Als der Wimbledon- und US-Open-Siegerin von 2012 danach erneut ein schnelles Break gelang, schien die Partie ihren erwarteten Verlauf zu nehmen. Stephens biss sich aber zurück in die Begegnung und zwang Williams in den dritten Satz. Die ehemalige Nummer eins der Welt war so gefrustet, dass sie ihren Schläger beim Stand von 1:2 zertrümmerte.

Zum 4:3 gelang Williams dann doch das scheinbar entscheidende Break. Aber Stephens ließ einfach nicht nach, nahm Williams prompt ebenfalls der Service ab und machte schließlich mit dem ersten Matchball die bislang größte Sensation des Turniers perfekt.

Williams, die sich bereits in ihrer Erstrundenpartie eine Verletzung am Knöchel zugezogen hat, war danach nahezu froh, dass das Turnier für sie zu Ende ist. "Das waren die schlimmsten zwei Wochen meines Lebens. Ich bin fast erleichtert, dass es vorbei ist.

Stephens trifft im Halbfinale an diesem Donnerstag auf Titelverteidigerin Victoria Asarenka. Die Weltranglisten-Erste aus Weißrussland hatte sich zuvor gegen Swetlana Kusnezowa aus Russland mit 7:5, 6:1 durchgesetzt. "Ich werde einfach rausgehen und wieder versuchen, mein bestes zu geben", sagte Stephens. Im zweiten Duell der Vorschlussrunde stehen sich die Russin Maria Scharapowa und Li Na aus China gegenüber.

Alle News vom: 23. Januar 2013 Zur Übersicht: Sport

10 Meinungen zu "Teenie besiegt Serena Williams"

  • bohei
    Freitag, 25.01.2013, 14:15 Uhr
    Schaut Euch die Körper und Mukkis der "Damen" an. "Damen" - lächerlich, ich möchte nicht wissen, was der Körper schon gesehen und "gefressen" hat. Aber - man kriegt den Hals nicht voll! Bei sogenannten "Überfliegerleistungen" sollte man sich immer die Frage nach chemischer bzw. medizinischer "Hilfe" stellen. Das gilt für so ziemlich alle Sortarten. Wäre da nicht die "Kohle" und die"Werbeverträge" sondern der reine sportliche Anreiz, dann wäre die Möglichkeit für "reale" Ergebnisse gegeben. Ansonsten glaube ich im Sport bei "Überfliegerleistungen", insbesondere von US-Sportlern an gar nichts mehr!
  • Zwergelstern
    Donnerstag, 24.01.2013, 16:50 Uhr
    Hat wohl seine Steroid-Spritze vergessen, der Williams-Bruder...
  • Impartial999
    Donnerstag, 24.01.2013, 15:30 Uhr
    Sloane Stephens hat ein beeindruckendes Match hingelegt und überzeugte vor allem durch eine schier unermüdliche Laufbereitschaft und sehr viel Sicherheit beim Aufschlag. Serena Williams unterliefen gestern einfach zu viele leichte und vollkommen unnötige Fehler, vor allem bei den direkten Returns, sonst hätte sie wohl trotzdem gewonnen.
  • dusgazdag
    Donnerstag, 24.01.2013, 15:10 Uhr
    Offenbar ist man mit 31 nicht mehr jung genug für Leistungssport. Oder schon resistent gegen die ganze Dope...
  • musicman1942
    Donnerstag, 24.01.2013, 14:24 Uhr
    Ja,auch der / die Beste findet irgendwann mal seinen / ihren Meister ..... ! Das ist nun mal so auf der Welt !
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