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17.10.2009, 09:47 Uhr

Ullrich war offenbar 24 mal bei Dopingarzt Fuentes

(cfl) - Jetzt ist es raus: Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" hat das Bundeskriminalamt die kompletten Doping-Aktivitäten von Jan Ullrich aufgedeckt.

Dem Bericht zufolge ist der Ex-Radprofi zwischen 2003 und 2006 insgesamt 24 mal nach Madrid gereist, um sich von Dopingarzt Eufemiano Fuentes behandeln zu lassen. Ullrichs damaliger Betreuer Rudy Pevenage habe allein für den Zeitraum von Februar 2005 und Mai 2006 acht Flüge für seinen Schützling gebucht. Pevenage sei in den drei Jahren bis 2006 15 Mal selbst in der spanischen Hauptstadt gewesen, um sich nach Erkenntnissen des BKA mit den Doping-Medizinern zu treffen.

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Die Beweise dafür hätten die BKA-Fahnder von einem Computer in Pevenages Wohnung. Zwar sei eine in dem PC enthaltene Festplatte gelöscht gewesen, doch BKA-Spezialisten hätten die Daten rekonstruieren können. Dies stehe laut "Spiegel" in bislang unter Verschluss gehaltenen Informationen der Bonner Staatsanwaltschaft. Gegen Zahlung einer Geldbuße von 250.000 Euro hätten die dortigen Strafverfolger im März 2008 das Verfahren gegen Ullrich eingestellt.

"Zusammenfassend kann festgehalten werden", zitiert der "Spiegel" aus den Ermittlungsakten, "dass der Beschuldigte Ullrich das Dopingsystem des spanischen Arztes Dr. Fuentes nutzte, um sich vertragswidrig mit leistungssteigernden Mitteln und Methoden auf seine Wettkämpfe vorzubereiten."

Gegenüber den Bonner Ermittlern habe sich Ullrich nicht zu diesen Vorwürfen geäußert. Zudem hat der Sieger der Tour de France von 1997 Doping-Vorwürfe stets bestritten. Allerdings sei die Staatsanwaltschaft laut "Spiegel" bei der Überprüfung seiner Konten auf zwei Zahlungen an Fuentes in Höhe von zusammen 80.000 Euro gestoßen.

Bei ihren Nachforschungen konnten die BKA-Fahnder offenbar auch herausfinden, wie viel Jan Ullrich zwischen dem 1. Januar 2003 und dem 30. Juni 2006 verdient hatte: Insgesamt sollen es "Spiegel" zufolge 8.505.286 Euro gewesen sein.

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