Im Slalom von Kitzbühel kommt es zu einer sensationellen Aufholjagd. Henrik Kristoffersen feiert seinen fünften Slalom-Sieg in dieser Saison und verweist die Konkurrenz einmal mehr auf die Plätze.

Was für ein Finale im Slalom von Kitzbühel! Henrik Kristoffersen, nach dem ersten Durchgang nur auf Platz zwölf, riskiert im zweiten Lauf alles und schafft das beinah Unmögliche: den Sieg.

Ist die Streif zu gefährlich? Die Meinung geht auseinander.

"Kitzbühel ist unglaublich! Es ist vielleicht der coolste Sieg in meinem Leben", urteilte der Norweger. "Es war wirklich knapp." Nach Adelboden und Wengen ist Kitzbühel schon der dritte Klassiker, den der 21-Jährige für sich entschieden hat.

Hirscher ist "superhappy"

Der zweitplatzierte Marcel Hirscher lag nach dem ersten Durchgang auf Rang fünf und kämpfte sich mit der drittschnellsten Zeit im zweiten Lauf aufs Stockerl. Letztlich fehlten für einen zweiten Sieg am Ganslernhang drei Hundertstel Sekunden.

"Ich bin superhappy", sagte Hirscher nach dem Rennen. "Es war ein hartes Stück Arbeit." Kristoffersen sei derzeit in bestechender Form.

Marcel Hirscher hat an Ausfällen zu knabbern

"Ich hab eh gerade zu ihm gesagt: Langsam reicht es mit den Hundertstel - es wird Zeit, dass ich mal wieder vorne bin. " Er habe schon vor dem Finale gewusst, dass es knapp werden würde. "Henrik ist einfach momentan der Beste."

An US-Amerikanerin kommt in Cortina keine vorbei.

Seine Ausfälle scheinen Hirscher noch etwas nachzuhängen. "Ausfälle wegstecken ist nicht einfach. Ich bin ein verwöhntes Kind, was Erfolge betrifft - wenn es nicht so läuft, dann fängt man zum Grübeln an."

Fritz Dopfer auf Platz drei

Platz drei belegte der Deutsche Fritz Dopfer (+0,45 Sekunden). "Es war ein Kampf von oben bis unten", analysierte er. "Ich bin natürlich zufrieden. Ich bin nur von den momentan zwei besten Slalomläufern geschlagen worden. Das muss und kann man akzeptieren."

Teamkollege Felix Neureuther wurde einmal mehr von gesundheitlichen Problemen geplagt und landete mit 1,56 Sekunden Rückstand auf Platz sieben.

Aus Österreicher-Sicht zeigten neben Hirscher Christian Hirschbühl mit Startnummer 59 als Siebenter und Marco Schwarz als Neunter auf.

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