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24.01.2013, 12:44 Uhr

Kati Witt beschert Sat.1 unterirdische Quoten

(tma) - Sat.1 am Mittwochabend, Prime Time: die Free-TV-Premiere des Thrillers "Der Feind in meinem Leben" mit Kati Witt in der Hauptrolle sollte eine realistische Chance gegen die Quoten-Giganten "Deutschland sucht den Superstar" und "Der Bachelor" haben. Dachte man. Genau das Gegenteil war der Fall, die weltberühmte Eiskunstläuferin lockt keine Katze hinter dem Ofen vor und stürzt Sat.1 mit gerade mal 1,7 Millionen Zuschauern in das erste Quoten-Tief des Jahres.

Die Story

Kati Witt spielt Kati Witt, die von einem Stalker bedroht wird. Ein Polizist, der vorgibt den Star zu beschützen, gerät in einen Strudel seiner eigenen Projektionen und wird süchtig nach der Glamour-Welt seines Opfers. So weit, so gut, daraus hätte man eine ansprechende Handlung basteln können, aber schon der Plot versinkt in Einfallslosigkeit. Nicht nur, dass dem Polizisten ein hilfloser Kollege zur Seite gestellt wird, der versucht zu retten, was zu retten ist und dabei klischeebehaftet berlinert, auch das Happy End inklusive verständnisvoller Mutter und Ehefrau des Stalkers wirkt fad. "Mehr Unfall als Film", "Eine biedere TV-Geschichte", lautet das vernichtende Medien-Echo.

Kati Witt als Schauspielerin

Dass sie weltberühmt ist, gut aussehend und eine Ikone des Eiskunstlaufs, bedeutet noch lange nicht, dass Kati Witt sich auch als Schauspielerin eignet. Das mussten die wenigen Zuschauer, die die Sat.1-Produktion verfolgten, schmerzlich erfahren. Auch der extra besuchte Schauspielunterricht konnte das Witt'sche Unvermögen nicht verbessern. Witt selbst sei mit ihrer Leistung zufrieden, sagte sie der "Bild" Zeitung - das Publikum sah das offensichtlich anders. Der erfolgreichste DDR-Export "bleibt im Film ziemlich sprachlos, sächselt höchstens mal ins Handy und schwingt sich lieber vor der Kamera ein letztes Mal auf die Kufen", schreibt der "Spiegel". Die Moral von der Geschicht': Schuster bleib' bei deinen Leisten - oder in diesem Fall: bei deinen Kufen.

"Der Bachelor", "DSDS" und die Handball-WM - harte Konkurrenz

Doch auch Sat.1 trifft eine Mitschuld an dem Quoten-Desaster. Wie die Programmverantwortlichen des Senders darauf kamen, gerade mit diesem Möchtegern-Psycho-Drama gegen zwei der quotenstärksten Formate im deutschen TV anzutreten, bleibt rätselhaft - die Quittung für dieses gewagte Experiment folgte auf dem Fuß.

Während sieben Millionen Deutsche die Handball-WM in der ARD verfolgten, über fünf Millionen sich für das Hahn-im-Korb-Liebeswerben des "Bachelors" entschieden und immerhin viereinhalb Millionen den Gesangsversuchen der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" lauschten, blieben für Kati Witt und ihre Schauspiel-Versuche noch nicht mal zwei Millionen geneigte Zuschauer übrig.

Damit blieb Sat.1 in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen auf einem Marktanteil von 5,1 Prozent sitzen, was die Hälfte des durchschnittlichen Marktanteils des Senders bedeutet, der sonst bei zirka zehn Prozent liegt.

Noch dicker kam es im Anschluss, die Doku "Der Feind in meinem Leben - Albtraum Stalking", die auf den Thriller folgte, wollten nur 720.000 Menschen sehen, gegen den Mitbewerber auf RTL, das "Dschungelcamp", stürzte damit der Marktanteil auf kaum noch greifbare 2,7 Prozent ab.

Fazit: Auch mit guten Sportlern lässt sich nicht immer ein Pokal gewinnen. Sollte es tatsächlich eine Hollywood-Verfilmung des Lebens von Kati Witt geben - wie gemunkelt wird - täte der Produzent gut daran, die Hauptrolle mit einer Schauspielerin zu besetzen, die Eiskunstlauf übt - anstatt mit einer Eiskunstläuferin, die Schauspielen übt.

Alle News vom: 24. Januar 2013 Zur Übersicht: TV

629 Meinungen zu "Mit Kati Witt in die Quotenhölle"

  • fleckvieh
    Freitag, 15.03.2013, 12:32 Uhr
    Mir gefällt hier überhaupt nicht, dass man gleich wieder innerdeutsch politisch wird. Kati Witt ist nun mal in der DDR aufgewachsen. Ihre sportlichen Leistungen waren top und das ist nicht vom Himmel gefallen, sondern hart erarbeitet. Dazu noch mit einer der weltbesten Trainerinnen, Jutta Müller, die nicht immer "sanftmütig" zu ihr war. Jedenfalls hat Frau Witt Erfolge gefeiert und konnte deshalb gewisse DDR-Freizügigkeiten nutzen, was ist da so schlecht ? Nun versucht sie sich in einem anderen Bereich, was nicht so recht klappt. Sie sollte es einfach lassen und uns als gute Eiskunstläuferin in Erinnerung bleiben. Sollte vielleicht ihr Können und Wissen an junge Läuferinnen weitergeben.
  • dollie
    Donnerstag, 07.02.2013, 09:57 Uhr
    ....man sehe und staune: wer schleicht denn da im "Dunklen"nach so langer Zeit noch herum und drückt die "Däumchen"...., so nach dem Motto:"...Deine Spuren im Sand, die noch immer ich fand..."...nur, hier geht man scheinbar dem User hinterher.....-::((
  • sieheoben
    Sonntag, 27.01.2013, 08:24 Uhr
    Tja Katy, wie wäre es denn mit dem Dschungelcamp ? Ach nee, da ist sie zu langweilig für.
  • dollie
    Samstag, 26.01.2013, 15:18 Uhr
    Wie traurig! Nicht etwa, dass K.W. Sat-1 in die Quotenhölle gebracht hat oder hätte - darüber kann ich mir kein urteil erlauben, weil ich mir bewusst diesen Film gar nicht erst angesehen habe. Zuviel wurde vorher schon in verschiedenen Medien intervieumässig mit ihr auf oder durchgeführt. Dass sie vor Jahren auch schon einmal gen Hollywood unterwegs war, dürfte ja auch allgemein bekannt sein, wenn nicht , dann ist es jetzt durch mich hier geschehen. Auch daß sie zur damaligen Zeit eine intensive Affäre mit Richard Dean Anderson("Mac Gyver") ging ja auch durch die Presse und man hätte ihr vielleicht alles Gute dafür gewünscht. Doch sie oder vielleicht beide, wollten dass so nicht und so kam sie wieder in Ihr Heimatland, womit ich wieder am Ausgangspunkt meiner Bemerkungen bin. Hier war sie jemand, man kannt sie, vielleicht vor einigen vielen Jahren sogar "jedes Kind"--durch ihren Sport und ihre dabei gemachten Leistungen, die unumstritten sind und bleiben werden. Doch ,wie sagt man so schön: "Schuster bleib bei Deinen Leisten!" - das ist meine Meinung dazu, denn neben der Schauspielerei hat sie ja auch schon diverse andere medienwirksame Aktionen gestartet , die dann immer irgendwie im Sande verliefen. Nun gut, es gibt ja Menschen, die brauchen es, immer Aufmerksamkeit auf sich zuziehen, möglich ist das auch bei ihr ausgeprägt, da wird halt probiert, was das Zeug aushält. Ist Ihre Sache und auch nicht mein Ding. Jedoch, wenn ich hier die Kommentare betrachte, die doch wirklich nichts aber auch gar nicht mit einer reellen Kritik oder dergleichen zu tun haben, könnte mir schlecht werden. Daher hab ich mich auch hinreissenlassen, hier so ausführlich zu posten. Scheinbar geht es hier gar nicht darum, sich sachlich auszutauschen, sondern sich gegenseitig niederzumachen und alte Klischees neu zu bedienen und andere zu verunglimpfen. Das hat weder eine WItt oder irgendein User der versucht, sachlich hier zu schreiben, verdient.-.
  • TheClearvoyant2
    Samstag, 26.01.2013, 13:41 Uhr
    @kigi S.83 Woher willst Du wissen, wer wen wie gut kennt? Oder wolltest Du sagen, DU kennst sie nicht? Am besten gehst wieder schlafen.
  • ulma54
    Samstag, 26.01.2013, 11:12 Uhr
    Polykrates | 335 Beiträge , wenn man nichts anderes wie Sch...hausparolen nachplappern kann, dann ist es manchmal besser, die Fresse zu halten. holperer hat Dir schon auf den Soli seine Antwort gegeben und ich möchte Dir mal den Tip geben sich zu erkundigen, wann und von wem zu welcher Zeit die ausgezahlten Renten erarbeitet werden.Über den Rest von dem Bullshit den Du da schreibst möchte ich mich nicht äußern, denn das war hier schon so oft Thema, dass es einem wirklich schon zum Hals raushängt.
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