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08.03.2013, 17:21 Uhr

Inzest-Skandal: RTL schadet es nicht

Es war das bestimmende TV-Thema der letzten Tage: Am Mittwoch nahm RTL kurzfristig die zweite Folge von "7 Tage Sex" aus dem Programm - weil man "sehr persönliche Informationen" über die Protagonisten erhalten habe. Jetzt ist klar: Zwei der Teilnehmer sind Halbgeschwister. Klingt nach einem Skandal - kann RTL aber nur recht sein.

Das Experiment im Schlafzimmer, bei dem Liebespaare für den Sender täglich Sex praktizieren, um Schwung in ihre Beziehung zu bringen, kämpfte zur Premiere mit äußerst schwachen Einschaltquoten: Die erste Folge der Doku sahen gerade mal 11,6 Prozent der jungen Zuschauer. Wie also kann man das Interesse der Zielgruppe an der Sendung wecken?

Inszenierter Inzest-"Skandal" bei RTL?

Schauen wir uns doch mal genauer an, wie die Geschichte ablief. Da bewerben sich Andreas und Cathleen bei RTL, um ihr Liebesleben aufzupeppen. Sieben Tage sollen sie hintereinander Sex haben, ihre Erlebnisse und Gedanken per Kamera aufnehmen und Fragen der Redakteure beantworten. Nach einer Woche ist das Experiment im Kasten. Der Drehtermin steht.

Doch dann kommt ganz plötzlich alles ganz anders. Eine Verwandte der beiden verrät den Machern in allerletzter Minute: Die beiden sind eigentlich Geschwister. RTL konfrontiert das junge Paar ganz investigativ mit den Vorwürfen. Diese streiten zunächst alles ab, geben dann aber doch zu: Ja, wir haben den gleichen Vater und führen seit neun Jahren eine intime Beziehung.

Kurzerhand lässt RTL nach "intensiver Abwägung" die Ausstrahlung der Folge stoppen und zeigt stattdessen Peter Zwegats "Raus aus den Schulden". Über Nacht tappen die Zuschauer im Dunkeln, genauso die Pressevertreter. Erst am Donnerstagmorgen beantwortet RTL Anfragen der Journalisten, spricht von "sehr persönlichen Informationen", die man über die Protagonisten erfahren habe.

Zusätzliche Details gibt es von offizieller Seite nicht. So schreibt Katharina Cramer, die Produktionsleiterin von Tresor (Anm. d. Redaktion: die Produktionsfirma von "7 Tage Sex") auf Anfrage, dass man "selbstverständlich" keine weiteren Informationen weitergeben könne, da diese "sehr persönlich" seien. Es dauert nur wenige Stunden, bis die "Bild" mit genau diesen Informationen aufwarten kann.

Wie inszeniert die ganze Geschichte eventuell war, sei einmal dahingestellt. Schlagzeilen hat sie der Show und dem Sender auf alle Fälle beschwert. Ob sich das in besseren Quoten niederschlägt, wird man nächste Woche sehen.

(kom/cze)

Alle News vom: 8. März 2013 Zur Übersicht: TV
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