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09.09.2012, 11:44 Uhr

Raab geht unter die Polit-Talker

(ank/dpa) - Meint er das wirklich ernst? Jetzt will Stefan Raab auch noch Günther Jauch Konkurrenz machen: Im November geht der "TV total"-Moderator offensichtlich mit seiner politischen Talkshow "Absolute Mehrheit" an den Start. Den Gästen winken 100.000 Euro "Siegprämie".

Mit seiner neuen Sendung, die pünktlich zum Karnevalsbeginn am 11.11. starten soll, verfolgt Raab gewohnt ambitionierte Ziele. "Ich will die einzige relevante Talkshow im Privatfernsehen machen", sagt er im Gespräch mit dem "Spiegel". Man dürfe "solche politischen Gesprächsrunden nicht den öffentlich-rechtlichen Sendern überlassen. Sonst kann man auch den Hund den Wurstvorrat bewachen lassen".

Raabs Heimatsender ProSieben hat den "Spiegel"-Bericht inzwischen bestätigt. Auf Sendung geht "Absolute Mehrheit" planmäßig immer sonntags nach dem Spielfilm - also gleichzeitig mit Günther Jauchs ARD-Talkshow. Dem will Raab nach Möglichkeit auch Zuschauer abspenstig machen. "Herr Jauch hat in unseren Zielgruppen einen recht überschaubaren Marktanteil. Wir wollen ihn da natürlich schlagen", sagt er im "Spiegel"-Interview.

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Wer überzeugt, gewinnt

"Meinung muss sich lohnen" heißt das Motto des Formats. Fünf Talkgäste - "zwei bis drei Berufspolitiker, ein Promi und ein Normalbürger" - debattieren um die Wette. Ihr Ziel: die "absolute Mehrheit" der Zuschauer hinter sich zu scharen. Als Belohnung winken dem Gewinner 100.000 Euro Preisgeld. Debattiert wird über vier Themen, am Ende stimmen die Zuschauer via Telefon und SMS für ihren Favoriten.

Ins Finale schaffen es drei der Diskutanten. Schafft es einer, mehr als 50 Prozent des Publikums für seine Argumente zu gewinnen, hat er also die "absolute Mehrheit" hinter sich, bekommt er den Preis. Gelingt dies keinem der Finalisten, wandern die 100.000 Euro in den Jackpot.

Raab produziert selbst

"Absolute Mehrheit" wird von der Firma "Raab TV" produziert, an der der Moderator selbst und das Kölner Unternehmen "Brainpool TV" beteiligt sind. "Wir werden es am Anfang nicht einfach haben", schätzt Raab. "Aber nicht, weil unser Konzept absurd wäre, sondern weil es so neu und deshalb riskant ist." Der Fernsehmacher hofft, dass die Berliner Politik schnell mitspielt. "Wenn einer wie der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt bei uns 100.000 Euro abräumt, wäre er doch im Berliner Betrieb zwei Wochen lang King of Kotelett."

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512 Meinungen zu "Raab geht unter die Polit-Talker"

  • KugelXYZ
    Mittwoch, 12.09.2012, 14:20 Uhr
    Und weiterhin bestätigt sich meine Beobachtung: auch auf den Seiten 35 bis 73 außer einem kurzen ärgerlichen Aufbäumen wegen meinem Einwurf NUR Stammtischgelaber, aber nicht ein einziger konstruktiver Beitrag.
  • Pita63
    Mittwoch, 12.09.2012, 07:59 Uhr
    Es wird allerhöchste Zeit, dass jemand mal ein Politsendung macht durch die Zuschauer auf unterhaltsame Art gut informiert werden. Es ist ja kaum auszuhalten, wie manche Politiker versuchen, uns irgendwelchen Mist als Gold zu verkaufen. Stefan Raab ist in meinen Augen nicht selbstverliebt, sondern sehr kritisch (und auch selbstkritisch). Er arbeitet sehr ehrgeizig an seinen Defiziten. Diese Disziplin muss man erst mal an den Tag legen. Sicher hat er ein gesundes Selbstbewusstsein, aber darf man das nicht haben? Tatsache ist doch, dass er überlegt Dinge angeht (manche lässt = siehe 'Wetten dass...' - was, ich persönlich auch gut fand) und dann das Beste rausholt. Er tut Dinge, welche ihm Spaß machen, deswegen macht er sie gut und er wirkt authentisch. Und sicher ärgert er sich, wenn andere mal besser abschneiden (Was ja selten genug der Fall ist). Gibt es jemanden, der ihm dauerhaft, in so vielen Bereichen, das Wasser reichen kann?
  • La208
    Dienstag, 11.09.2012, 15:58 Uhr
    Ich mag den Raab nicht. Er ist mir zu selbstverliebt und kann nicht verlieren. Seine Produktionen sind ja fast immer erfolgreich aber in einer politischen Talkshow muss man aus der zweiten Reihe moderierend. Die Gäste sind keine Showpraktikanten die man schikanieren kann und es wäre auch vorteilhaft, wenn man seine Gäste zu Wort kommen lässt. Das wird sicher so ein Anschrei-TV, wie wir es von den Privaten ja gewohnt sind.
  • 0schimmer
    Dienstag, 11.09.2012, 14:45 Uhr
    Nur zu. Gibt zwar schon genügend Dummschwätzer in dem Themenbereich, aber dann kommt es auf einen mehr oder weniger auch nicht mehr an. Aber es ist ein Grund mehr, ob der dümmlichen Versuche der TV-Sender, die Zuschauer zu "informieren", den Flimmerkasten gar nicht nicht einzuschalten.
  • KevinSzy
    Dienstag, 11.09.2012, 14:22 Uhr
    Die Frage ist, woher die Kandidaten stammen und wie "ernst" das ganze aufgezogen wird. Zu trocken wird der Zuschauer einschlafen, zu lasch wirds nicht mehr ernst genommen. Mich hat das auf jeden Fall neugierig gemacht und ansehen werde ich es mir wenn möglich.
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