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27.03.2013, 10:59 Uhr

Nach Anschlag auf Haus: Fans besorgt um Til Schweiger

Nach dem fiesen Farb- und Brandanschlag auf Til Schweigers Anwesen in Hamburg melden sich viele Internet-Nutzer zu Wort und spenden ihm Trost.

Über Facebook erreicht den "Tatort"-Kommissar eine Welle der Solidarität. Hier ein kleiner Auszug:

  • Natalie H. : "Auch wenn ich persönlich kein Fan von Dir bin, finde ich solche Aktionen (...) absolut daneben und unnötig. Deshalb auch von mir alles Gute für Dich und Deine Familie. Hoffentlich könnt Ihr trotzdem mit Euren Kindern ein schönes Osterfest verleben und kommt bald über den Schock hinweg."
  • De S. : "Deine Unterstützung für Soldaten finde ich sehr lobenswert, nimm diese feige Aktion einfach als Beleg dafür, dass du mit deiner Solidarität zur Bundeswehr schlichtweg eine unbequeme Meinung vertrittst."
  • Matthias H. : "Welch feige Aktion - egal ob von links oder rechts! Ich wünsche Dir die Kraft und die Unterstützung dich davon nicht beeindrucken zu lassen."
  • Torben V. : "Der Grund warum Til Schweigers Haus Opfer eines Anschlags wurde, ist eine Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für alle Soldaten und deren Familien."
  • Fabian B. : "Sehr geehrter Herr Schweiger! Ich möchte ihnen mein Beileid aussprechen für den feigen Anschlag auf sie. Ihr Engagement für unsere Soldaten durch ihren Besuch in Afghanistan und ihren Film "Schutzengel" ist beispielhaft und verdient wenn dann Lob und Würdigung."
VIP Daily Promi Anschlaege Video

Til Schweiger war nicht der erste Promi, der Opfer eines Angriffs wurde. >

Auch der Chef des Deutschen Bundeswehrverbands, Oberst Ulrich Kirsch, zeigt sich bestürzt. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Ich verurteile den feigen Anschlag auf Til Schweiger auf das Schärfste." Es sei sehr bedenklich, dass die Täter seine Unterstützung für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz zum Vorwand für ihre Tat nehmen. "Til Schweiger ist solidarisch mit uns Soldaten, jetzt sind wir solidarisch mit ihm."

"Til Schweiger, you're not welcome"

Til Schweigers Haus wurde am Montagmorgen mit Farbe attackiert. Die Täter setzten auch das Auto seiner Freundin in Brand. In einem anonymen Bekennerschreiben, das der "Hamburger Morgenpost" vorliegt, bekennt sich eine Gruppe namens "die Tatortverunreiniger_innen" zu den Taten.

Der Brief beginnt mit den Worten: "Til Schweiger, you're not welcome" und prangert den Schweiger-Film "Schutzengel" an. Der Kinofilm verherrliche den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan. "Deutsche Kriegseinsätze mit allen ihren Folgen sollen als normal und gerecht empfunden und akzeptiert werden." Die "Opfer der deutschen Truppen", wie beispielsweise die mehr als 140 Zivilisten, die im September 2009 bei einem Luftangriff nahe Kunduz ums Leben gekommen seien, fänden in den Äußerungen und Produktionen des Schauspielers keinerlei Erwähnung.

Wörtlich heißt es in dem Brief: "Krieg beginnt hier, hier wird er kulturell eingebettet und legitimiert und hier wird er auch in Zukunft angegriffen." Die Täter drohen mit weiteren Aktionen, sprechen von einem "Vorgeschmack auf den nächsten 'Tatort'".

Der kulturpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, verurteilt die Tat "als Anschlag auf die Freiheit der Künstler und damit auf die Freiheit der Kunst in unserem Lande". Schweiger werde "in der Logik der Täter 'bestraft', weil einer seiner Filme deren Sichtweise des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan nicht entspricht", so Börnsen gegenüber der dpa. (kom)

Alle News vom: 27. März 2013 Zur Übersicht: TV
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