Libyens Kinder in Angst - UNICEF bringt Hilfsgüter nach Misrata
Weiter bringt UNICEF Spielutensilien für Tausende Kinder nach Misrata. Da die Kinder wegen der Kämpfe die Wohnungen nicht verlassen können, erhalten sie so die Möglichkeit, in ihren Häusern zu spielen und die angespannte Situation wenigstens zeitweise zu vergessen. An Bord des Schiffes sind auch zwei Ärzte, die das Krankenhaus in Misrata unterstützen werden.
"Zehntausende Kinder in Misrata und anderen Teilen Libyens sind in Gefahr und zahlen schon jetzt einen schrecklichen Preis", sagte der UNICEF-Direktor Anthony Lake. "Diese Hilfsgüter sind ein Rettungsanker für die eingeschlossenen Menschen".
Die 300.000-Einwohner-Stadt Misrata ist seit Tagen Schauplatz heftiger Kämpfe mit hunderten Toten und Verwundeten. Tausende Flüchtlinge sitzen in der Stadt fest, darunter viele Gastarbeiter und Libyer auf der Flucht.
Viele von ihnen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, medizinischer Hilfe und anderen lebenswichtigen Gütern. Es fehlt auch an Nahrung – insbesondere für die Flüchtlinge. Viele Gastarbeiter haben nur ein geringes Einkommen und bekommen keine öffentliche Unterstützung von libyschen Behörden.
Das Welternährungsprogramm plant zusammen mit Partnern wie dem libyschen Roten Kreuz die Versorgung von 600.000 Menschen mit Nahrung für die kommenden drei Monate. UNICEF hat seit dem Beginn des Konflikts Medikamente und technisches Gerät zur Versorgung von rund 60.000 Menschen für Partnerorganisationen im Land bereitgestellt. An den Grenzen zu Tunesien und Ägypten wurden Lager mit Hilfsgütern angelegt.
UNICEF versorgt an den Grenzübergängen Flüchtlinge mit sauberem Wasser und Latrinen. Weiter kümmert sich UNICEF um Unterstützung für Familien mit Kindern und hat zum Beispiel in den Lagern sichere Zonen für die Kinder eingerichtet. Bislang sind über 450.000 Menschen aus Libyen über die Grenzen geflohen.
Spenden helfen UNICEF, die Menschen in Nordafrika weiterhin mit dringend benötigten Gütern zu versorgen. Bitte unterstützen auch Sie UNICEF mit einer Spende für die Nothilfe in Nordafrika. Vielen Dank!


