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Kinder an die Macht: Weltkindertag am 20. September

Kinderlärm ist Zukunftsmusik, das gilt auf der ganzen Welt ohne Unterschied. Grund genug, den Jüngsten der Gesellschaft, die Liebe und Schutz zum Heranwachsen brauchen, damit sie einmal die Zukunft gestalten können, einen Ehrentag zu stiften.

Von Lisa Gatow für WEB.DE

Weltweit wird der Kindertag begangen, die Daten weichen allerdings voneinander ab und sind in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Aber die Beweggründe sind dieselben: Kinder werden gefeiert und beschenkt. Außerdem, und in vielen Teilen der Welt ist dies noch wichtiger als bei uns, wird auf die Rechte der Kinder gepocht und ihre teils erbärmliche Situation aufgezeigt: Kindertag als Anlass für politische Aktionen zu ihren Gunsten.

Historie

Die Idee eines Internationalen Kindertages wurde im August 1925 auf der "Genfer Weltkonferenz für das Wohlergehen der Kinder" geboren. Damals waren mehr als 50 Vertreter unterschiedlicher Staaten zusammengekommen, die die Genfer Erklärung zum Schutze der Kinder verabschiedeten. Als Termin für den Kindertag stand der 1. Juni, wie er zum Beispiel in China und den USA bis heute gilt. Nach dem Zweiten Weltkrieg führten auch viele der sozialistischen Staaten des Ostblocks den 1. Juni als festes Datum ein. Noch vor den Genfer Aktionen gab es übrigens in der Türkei einen Kindertag, schon 1920 beschlossen und am 23. April gefeiert.

Lachende Kinder in Malawi

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Im Jahr 1954 beauftragte die UN-Generalversammlung das Kinderhilfswerk UNICEF, einen weltweiten Kindertag zu installieren, und so auf die Rechte der Jüngsten aufmerksam zu machen. Heute wird der Kindertag jedes Jahr in fast 150 Ländern begangen, national und mit grenzübergreifenden Aktionen. In den Feierlichkeiten ist auch der Gedanke verwurzelt, die Freundschaft und Verbundenheit der Kinder und damit der nächsten Erwachsenen-Generation global zu stärken.

Deutschland

Dem ehemals geteilten Deutschland verdanken wir bis heute zwei Kindertags-Daten. In der Bundesrepublik, also aus heutiger Sicht in den Alten Bundesländern, war am 20. September "Weltkindertag". Dies gilt seit der deutschen Wiedervereinigung auch offiziell für das ganze Land. Von Beginn an wurde dieser Tag zuerst politisch gesehen. Im Fokus standen und stehen die weltweiten Kinderrechte.

In der DDR feierte man den "Internationalen Kindertag" seit 1950 am 1. Juni, der seit 1931 fest in der Tradition der Arbeiterbewegung verwurzelt war. Für DDR-Kinder war dieser Tag ein Fest mit kleinen Geschenken, auf das auch in Kindergarten und Schule eingegangen wurde.

Nun gibt es im vereinten Deutschland zum Teil die für Kinder sicher nicht unerfreuliche Tatsache, dass zweimal im Jahr Kindertag gefeiert wird. Besonders in den neuen Bundesländern ist der 1. Juni noch präsent, und im ehemals geteilten Berlin finden garantiert zu beiden Terminen Feste statt.

In aller Welt

Je nach Tradition und Religion variiert das Kindertags-Datum. Mehr als 30 Länder, darunter die USA und China, außerdem Bulgarien, Polen, Rumänien, Russland, Tschechien und die Slowakei feiern ihre kleinen Bürger am 1. Juni. Finnland, Frankreich, Großbritannien (20.11.) und Indien (14.11.) haben den November auserkoren, in Tunesien ist es der 11. Januar, in Japan und Südkorea der 5. Mai, in Bolivien der 12. und in Mexiko der 30. April. Brasilien feiert am 12. Oktober, die Skandinavier nutzen den hellen Juni. Einige Staaten legten den Kindertag auf sogenannte bewegliche Termine: Argentinien feiert am zweiten Sonntag im August, Spanien am zweiten und Ungarn am letzten Sonntag im Mai, Kuba am dritten Sonntag im Juli und Thailand am zweiten Samstag im Januar.

Große Aufgaben

Für die UNICEF bleibt der 20. September "Anlass für Information, Diskussion und Gedanken über die Situation der Kinder dieser Welt." Der Blick soll auch auf die Dritte Welt, die Entwicklungs- und Schwellenländer gerichtet werden, wo die Not der Kinder bis heute erschreckend ist. Egal, ob auf dem kargen Land, wo Naturkatastrophen und fast ausweglose Armut herrschen, oder in den überbevölkerten Slums, wo laut UNICEF fast jedes dritte Kind aufwächst - 30 bis 50 Prozent werden nicht einmal registriert - überall herrschen unhygienische Zustände, Unterernährung, Schutzlosigkeit, Armut, Krankheiten. Der Zugang zur Bildung fehlt, Kriminalität bestimmt den Alltag vieler Minderjähriger - ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen scheint. Fröhlich und kunterbunt ist der Kindertag leider nicht überall. Der Kinder-Alltag ist es sogar nur an wenigen Orten.

Auch wenn die Probleme massiv und schwer erträglich bleiben, so hat sich die Lage der Kinder in den letzten Jahrzehnten doch weltweit verbessert. Vier von fünf Kindern können heute gegen Krankheiten wie Kinderlähmung, Tuberkulose oder Diphtherie geschützt werden. Die Sterblichkeit im Kindesalter wurde binnen 30 Jahren halbiert. Ein Teilerfolg. Der Kindertag ist Anlass, die anstehenden Aufgaben ins Gedächtnis zu rufen, deren Lösung nicht zuletzt verlässlich von den Regierungen finanziert werden müssen.

Als UNICEF-Pate geben Sie viel

Wenn auch Sie den Kindern weltweit helfen wollen, ist nun die perfekte Gelegenheit: Werden Sie jetzt Pate und die Stiftung United Internet for UNICEF verdoppelt Ihre Spende für drei Monate. Eine regelmäßige Spende hilft UNICEF, langfristige Projekte in 150 Ländern zu begleiten. Dabei sollen die Rechte von Kindern auf Überleben, Entwicklung sowie Schutz vor Diskriminierung gestärkt und die Lebenssituation der Kleinen nachhaltig verbessert werden. Ein paar Beispiele: Mit 10 Euro pro Monat sorgen Sie bereits nach einem Jahr dafür, dass 60 Kinder in Nepal genügend Lehrmaterialen erhalten, um unterrichtet werden zu können. Für einen Jahresbeitrag kann UNICEF aber auch 840 Dosen Polio-Impfstoff, 180 Malaria-Tabletten, 24.000 Wasserreinigungstabletten oder 132 HIV-Tests organisieren.

Die Beiträge der UNICEF-Paten werden auch dafür benötigt, wenn schnelle Hilfe notwendig ist. Ihre monatliche Spende stellt sicher, dass Kinder in Katastrophen- und Krisengebieten mit den notwendigsten Hilfsgütern versorgt werden. Für einen Monatsbeitrag sorgen Sie beispielsweise dafür, dass 250 Kinder gegen Tetanus geimpft werden können. Sie sehen, mit einer kleinen monatlichen Spende können Sie schon sehr viel bewegen. Wer regelmäßig hilft, hilft nachhaltig!

Und nun können Sie noch mehr helfen: Werden Sie jetzt Pate und spenden beispielsweise 20 Euro monatlich, wird Ihre Spende von unserer Stiftung United Internet for UNICEF für die nächsten drei Monate auf 40 Euro aufgestockt. Helfen Sie also mit, das Leid in der Welt zu lindern.

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