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Haiti drohen nach Hurrikan "Sandy" Hunger und Cholera

Mexiko-Stadt/Port-au-Prince (dpa/mgb) - Langsam fließt das Wasser aus den Überschwemmungsgebieten in Haiti ab. Die immensen Schäden werden sichtbar. Mit Notstandsmaßnahmen versucht die Regierung, das Schlimmste zu verhindern: Hunger und Cholera.

Angesichts der schweren Zerstörungen durch Hurrikan "Sandy" will die haitianische Regierung mit Notstandsmaßnahmen eine drohende Krise bekämpfen. Nach Angaben des Kommunikationsministers Ady Jean Gardy wird das ärmste Land Lateinamerikas vom Hunger bedroht, nachdem die Regenfälle des Wirbelsturmes in weiten Teilen des Landes die Ernten zerstört haben. Hilfsorganisationen sind alarmiert.

Mindestens 60 Menschen sterben

Die Zeitung "Le Nouvelliste" berichtete in ihrer Online-Ausgabe, nach vorläufigen Schätzungen des nationalen Koordinationsbüros für Lebensmittelsicherheit (CSNA) sei ein Schaden von über 104 Millionen Dollar entstanden. Der Ausnahmezustand erlaube es der Regierung, Notstandsmaßnahmen zu ergreifen, um den Menschen zu helfen und dem drohenden Hunger zu begegnen, sagte Gardy dem Blatt zufolge. Mindestens 60 Menschen kamen ums Leben und Tausende wurden obdachlos, seit die Ausläufer des Sturmes Haiti trafen.

Nach Angaben von Hilfsorganisationen sei vor allem der Südwesten des Landes betroffen. Dort habe bereits im Frühjahr eine Trockenzeit die erste Ernte vernichtet. Der Bevölkerung drohen Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln.

In Haiti war zuletzt im Januar 2010 der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Damals hatte ein schweres Erdbeben die Hauptstadtregion und weite Teile des Südens zerstört und über 220.000 Menschen den Tod gebracht. Trotz umfassender internationaler Hilfe leidet das Land noch immer unter den Folgen der Katastrophe, ebenso wie unter der Cholera, die im Oktober desselben Jahres ausbrach und an der seitdem über 7.600 Menschen gestorben sind.

Cholera wird wieder zum Problem

Nach Angaben von Hilfsorganisationen hat die Zahl der Infizierten in den Tagen nach dem Sturm wegen der Überschwemmungen wieder zugenommen. "Schon seit Anfang Oktober gab es wegen des Regens mehr Fälle", berichtet Claudia Evers von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in Haiti. "Aber seit "Sandy" hatten wir eine Zunahmen von 500 auf 800 Patienten in unseren Behandlungszentren."

Es sei alarmierend, dass Haiti selbst nicht über Zentren zur Cholerabehandlung verfüge und sich ganz auf die internationalen Organisationen verlasse. "Das haitianische Gesundheitssystem steht auf wackeligen Beinen", sagte sie.

Helfen Sie deshalb mit, das Leid der Bevölkerung Haitis zu lindern - gegen Hunger und Krankheit und für eine bessere Zukunft des Landes. Deshalb bittet die Stiftung United Internet for UNICEF Sie um Ihre Unterstützung.

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