Reisbauer Mao und seine Frau aus dem Dorf Phoum Thom ziehen allein sieben Enkelkinder groß. Die Eltern der Kinder arbeiten in der kambodschanischen Hauptstadt Pnomh Penh und können daher nur selten in ihr Heimatdorf kommen. Familie Mao musste selbst erleben, wie dramatisch sich die schlechte Versorgung mit sauberem Trinkwasser in ihrer Heimat auf Kinder auswirkt: Ihre Enkeltochter Chenda starb an Durchfall, weil sie verschmutztes Wasser getrunken hatte. UNICEF hat in Phoum Thom ein umfassendes Wasser- und Hygieneprogramm gestartet.

"Es ist gut, dass alle Familien in unserem Dorf nun Zugang zu sauberem Trinkwasser haben", sagt Mao. "Dank UNICEF weiß ich jetzt auch, wie wir uns vor Krankheiten schützen können, zum Beispiel durch Händewaschen mit Seife." Auch die nahe gelegene Schule verfügt neuerdings über Latrinen. Die zwölfjährige Rhina Mao freut sich darüber besonders. Sie litt als kleines Mädchen unter Typhus – auch für diese Krankheit war verschmutztes Wasser verantwortlich. "Es ist wichtig, sauberes Wasser und Latrinen zu haben. So bleibt man gesund", sagt das Mädchen.

Ein Fünftel der Todesfälle bei Kindern in Kambodscha sind auf Durchfallerkrankungen zurückzuführen – meist verursacht durch verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene. Zwei Drittel der Landbevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, in einigen Regionen ist das Trinkwasser arsenverseucht. Die meisten Familien wissen außerdem nicht, dass schlechte Hygiene für viele Krankheiten verantwortlich ist. UNICEF hilft in zwei besonders betroffenen Provinzen und in der Hauptstadt Phnom Penh, Brunnen und Latrinen zu bauen. UNICEF schult die Dorfbewohner auch darin, selbst Aufklärungskampagnen zu Hygiene und Gesundheit durchzuführen.

Fehlendes Wissen bringt Kinder in Gefahr

In der Provinz Kampong Cham im Süden Kambodschas ist die Arsenbelastung der meisten Wasserquellen fünfmal so hoch wie zugelassen. Die Folgen sind schleichende Vergiftungen und lebensbedrohliche Krebserkrankungen. Kampong Cham ist damit die am stärksten verseuchte Region des Landes. Doch nur jeder Dritte in den betroffenen Gebieten kennt die Gefahren von Arsen. Eine weitere Herausforderung ist fehlendes Wissen über Hygiene und Gesundheit. Beispielsweise waschen sich auf dem Land nur 40 Prozent der Menschen nach dem Stuhlgang die Hände mit Seife. Flüsse werden zum Baden und Waschen benutzt – oft auch als Toilette. Besonders in Regionen, die häufig von Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen sind, stellen nachhaltige Sanitärlösungen eine große Herausforderung dar. Unter den schlechten hygienischen Bedingungen leiden vor allem die Jüngsten: Viele erkranken an lebensbedrohlichen Durchfallinfektionen.

An den Schulen lauern Krankheiten

In der Provinz Siem Reap sind die meisten Schulen sehr schlecht ausgestattet. Nicht nur fehlt es an Tischen und Bänken, sondern auch an Toiletten und Waschgelegenheiten. Besonders dramatisch ist die Situation in den Distrikten Chi Kreng und Svay Leu: Nicht einmal die Hälfte der Schulen dort verfügt über einen Wasseranschluss, ein Drittel hat keine Latrinen. Die Kinder verrichten ihre Notdurft im Freien – eine Möglichkeit zum Händewaschen gibt es meist nicht. Darüber hinaus ist es den meisten Kindern und Lehrern nicht bewusst, wie wichtig richtiges Hygieneverhalten zum Schutz vor Krankheiten ist. Auch in den Slums von Phnom Penh herrschen unhygienische Zustände an den Schulen. An den wenigen Schulen, die sanitäre Anlagen haben, werden die Abwässer nicht sicher entsorgt. Die Gefahr besteht, dass Urin und Exkremente über kurz oder lang wieder ins Grundwasser geraten.

Was tut UNICEF?

Sauberes Wasser für Kampong Cham: UNICEF möchte die Familien in drei Distrikten der Provinz Kampong Cham mit sicherem Trinkwasser versorgen – mit Hilfe von Spenden aus Deutschland. Zusammen mit der Dorfbevölkerung und lokalen Partnern testet UNICEF die Wasserquellen auf Arsenbelastung und entwickelt neue Lösungen, wie zum Beispiel Wasserleitungen mit Filtern, Tiefbrunnen oder Regenauffangsysteme. Dorfkomitees nehmen an Schulungen teil, um die Anlagen instand zu halten. UNICEF versorgt die Familien außerdem mit Wasserfiltern und unterstützt Aufklärungskampagnen über Hygiene und Gesundheit. 285.000 Menschen, darunter 85.000 Kinder unter 14 Jahren, sollen so erreicht werden.

Sanitäre Anlagen für Schulen in Siem Reap und Phnom Penh: UNICEF möchte 20 Schulen in der Provinz Siem Reap mit Wasseranschlüssen und sanitären Anlagen versorgen – in den Distrikten Chi Kreng und Svay Leu. Dafür kommen auch innovative, besonders umweltfreundliche Technologien zum Einsatz – zum Beispiel Komposttoiletten. Komposttoiletten kommen mit wenig oder ganz ohne Wasser zum Nachspülen aus. Sie sind vergleichsweise geruchsarm. UNICEF schult Lehrer und Schulleiter, die neuen Einrichtungen instand zu halten. An acht Schulen in Siem Reap und Phnom Penh sorgt UNICEF für eine umweltfreundliche Abwasserentsorgung. Urin und Exkremente gelangen nicht ins Grundwasser, sondern werden zu Dünger umgewandelt. Aufklärungsaktivitäten im Unterricht und in den Pausen ergänzen das Schulprogramm. Über 10.000 Jungen und Mädchen werden so wichtige Informationen rund um das Händewaschen und die richtige Benutzung von Latrinen erhalten.

Als UNICEF-Pate geben Sie viel

Wenn auch Sie den Kindern weltweit helfen wollen, ist nun die perfekte Gelegenheit: Werden Sie jetzt Pate und die Stiftung United Internet for UNICEF verdoppelt Ihre Spende bis maximal 100 Euro für drei Monate. Eine regelmäßige Spende hilft UNICEF, langfristige Projekte in 150 Ländern zu begleiten. Dabei sollen die Rechte von Kindern auf Überleben, Entwicklung sowie Schutz vor Diskriminierung gestärkt und die Lebenssituation der Kleinen nachhaltig verbessert werden. Ein paar Beispiele: Mit 10 Euro pro Monat sorgen Sie bereits nach einem Jahr dafür, dass 60 Kinder in Nepal genügend Lehrmaterialen erhalten, um unterrichtet werden zu können. Für einen Jahresbeitrag kann UNICEF aber auch 840 Dosen Polio-Impfstoff, 180 Malaria-Tabletten, 24.000 Wasserreinigungstabletten oder 132 HIV-Tests organisieren.

Die Beiträge der UNICEF-Paten werden auch dafür benötigt, wenn schnelle Hilfe notwendig ist. Ihre monatliche Spende stellt sicher, dass Kinder in Katastrophen- und Krisengebieten mit den notwendigsten Hilfsgütern versorgt werden. Für einen Monatsbeitrag sorgen Sie beispielsweise dafür, dass 250 Kinder gegen Tetanus geimpft werden können. Sie sehen, mit einer kleinen monatlichen Spende können Sie schon sehr viel bewegen. Wer regelmäßig hilft, hilft nachhaltig!

Und nun können Sie noch mehr helfen: Werden Sie jetzt Pate und spenden beispielsweise 20 Euro monatlich, wird Ihre Spende von unserer Stiftung United Internet for UNICEF für die nächsten drei Monate auf 40 Euro aufgestockt. Helfen Sie also mit, das Leid in der Welt zu lindern.

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