Zur mobilen Ansicht wechseln

13.02.2013, 11:28 Uhr

Psychothriller von Soderbergh - Solidarität mit Panahi

Berlin (dpa) - Am Dienstag zeigte sich die Berlinale politisch: Begleitet von Solidaritätsaktionen feierte der neue Film des in seiner Heimat verfolgten iranischen Regisseurs Jafar Panahi Weltpremiere. Panahi konnte nicht nach Berlin reisen. Als er auf der Leinwand zu sehen war, gab es Szenenapplaus. Die Bundesregierung hatte sich zuvor vergeblich dafür stark gemacht, dass der Iraner zum Festival reisen darf.

Panahi, der sich offen zur Opposition im Iran bekennt, hat in seiner Heimat Arbeitsverbot. Er gewann 2006 für "Offside" einen Silbernen Bären bei den Filmfestspielen. Vor zwei Jahren war der Iraner Mitglied der Jury, durfte aber ebenfalls nicht nach Berlin kommen.

Panahis neues Werk "Geschlossener Vorhang" ("Parde") erzählt von einem Schriftsteller und Filmemacher, der sich in einem abgeschiedenen Strandhaus von der Außenwelt abschottet und alle Fenster mit dunklen Vorhängen verdeckt. Doch dann dringt eine junge Frau in das Haus ein.

VIP Daily Stars die sich selber spielen Video

Klingt nach Narzissmus, sorgt aber oft für große TV- oder Kinomomente. >

Das in Teilen dokumentarisch anmutende Kammerspiel läuft bei der Berlinale im Wettbewerb. Der Film wurde heimlich gedreht. Insgesamt bewerben sich 19 Kandidaten um die begehrten Auszeichnungen, die am Samstag vergeben werden.

Am Dienstag stellte zudem Oscar-Preisträger Steven Soderbergh ("Sex, Lies And Videotape", "Traffic") seinen neuen Film "Side Effects" (Nebenwirkungen) vor. Der 50-jährige US-Regisseur, der zum fünften Mal bei dem Festival ist, bewirbt sich mit seinem Psychothriller um einen der begehrten Bären. Der französische Filmemacher Bruno Dumont schickte sein bedrückendes Frauenporträt "Camille Claudel 1915" mit einer wunderbaren Juliette Binoche in den Wettbewerb.

Für Mittwoch wurde mit Spannung das neue Werk des dänischen Regisseurs Bille August erwartet. Die Bestsellerverfilmung "Nachtzug nach Lissabon" läuft allerdings außer Konkurrenz. In der hochkarätig besetzten Geschichte geht es um einen Lehrer, der sich auf die Lebensspuren eines portugiesischen Dichters und Freiheitskämpfers begibt. Neben Hauptdarsteller Jeremy Irons spielen Martina Gedeck, August Diehl, Bruno Ganz und Charlotte Rampling mit.

Zudem präsentiert der französische Filmemacher Claude Lanzmann eine neue digitale Fassung seiner legendären Dokumentation "Shoah" über die Opfer des Holocaust. Der 87-Jährige wird am Donnerstag mit dem Ehrenpreis der Berlinale für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Alle News vom: 13. Februar 2013 Zur Übersicht: Unterhaltung

Bisher wurde hierzu noch keine Meinung abgegeben. Aber Sie haben doch bestimmt eine!

Services
Partnerangebote
Platten der Woche
Beatrice Egli - Glücksgefühle

Die besten Musik-Neuerscheinungen!

Beantworten Sie einige Fragen zu unserer Webseite. Ihre Meinung ist uns wichtig! >

Pocher legt sich mit Bushido an

Twitter-Duell: Pocher lästert über Bushido - der schlägt zurück. >

top.de

Heidi Klum kann sich immer noch sehen lassen - hier der neueste Beweis. >

Trevor Bolder

Trevor Bolden verstirbt mit 62 Jahren an einem Krebsleiden. >


Internet Made in GermanyWEB.DE 2013 - Marke des JahrhundertsIhr WEB.de-Postfach ist grünWeb.de unterstützt Unicef

Sie lesen gerade: Berlinale zeigt sich politisch. Iranischer Regisseur Jafar Panahi durfte nicht anreisen - und wird gefeiert.