Lanzmann mit Ehrenpreis der Berlinale ausgezeichnet
Der heute 87-jährige Lanzmann hat vor allem mit seinem Dokumentarfilm "Shoah" (1985) über den NS-Völkermord an den Juden Filmgeschichte geschrieben. Laudator Ulrich Gregor nannte den Film einen Meilenstein der Erinnerungskultur. "Er war wie eine Antwort auf all die Fragen, die uns ständig verfolgt haben."
Lanzmann sagte, während der zwölfjährigen Arbeit an der Dokumentation habe er immer an einem Gedanken festgehalten: "Ich wusste, dass "Shoah" nach dem langen Schweigen eine Befreiung für die Deutschen sein würde, um immer offener über ihren eigenen Schmerz zu sprechen."
Das Internationale Auschwitz Komitee begrüßte die Auszeichnung des Filmemachers. "In seinen Filmen erzählt er unsere Geschichte und die Geschichten unserer Familien, die an den Orten der Asche geblieben sind", erklärte der Auschwitz-Überlebende Marian Turski.
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