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22.11.2012, 23:37 Uhr

Schaulaufen auf der Bambi-Gala

Düsseldorf (dpa) - Es gab viel Glitzer und Glamour, aber es ging auch um Themen wie Gewalt und Integration: Ebenso wie Schauspieler und Musiker standen beim diesjährigen Medienpreis Bambi zwei Gewaltopfer aus Berlin im Mittelpunkt.

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Ausschnitte vorne, hinten, oben, unten: Bei der Verleihung der "Bambis" in Düsseldorf zeigten die Promi-Ladys Haut – VIEL Haut. >

In der Kategorie "Integration" ausgezeichnet wurde der Rabbiner Daniel Alter, der Ende August überfallen worden war. Auch die Schwester des Berliner Prügelopfers Jonny K. bekam am Donnerstagabend in Düsseldorf ein goldenes Rehkitz. Der 20-Jährige war Opfer einer tödlichen Attacke auf dem Berliner Alexanderplatz geworden.

Joachim Fuchsberger

Joachim Fuchsberger wird für sein Lebenswerk geehrt. >

Nicht weniger bewegte der Auftritt einer 83 Jahre alten Lepra-Ärztin. Die deutsche Nonne Ruth Pfau erhielt die Trophäe in der Kategorie "Stille Helden". Sie gilt als "Mutter Theresa der Lepra-Kranken" in Pakistan. Und tatsächlich wurde es bei den rund tausend festlich gekleideten Gästen im Düsseldorfer Congress Center ganz leise, als Ruth Pfau auf die Bühne trat und sagte, dass sie eigentlich zu einer ganz anderen Welt gehöre.

Diesmal sollte die Bambi-Gala deutlich harmonischer über die Bühne gehen als im vergangenen Jahr. In Wiesbaden hatte sich an der Vergabe des Integrations-Bambis an Skandal-Rapper Bushido ein heftiger Streit entzündet. Ihm war Frauen- und Schwulenfeindlichkeit vorgeworfen worden.

"Weltraumspringer" Felix Baumgartner stand schon vor Beginn der in der ARD gezeigten Live-Sendung als Preisträger fest. Ihm wurde eine Trophäe in der Kategorie "Millennium" zuerkannt. Draußen vor der Halle hatten Anhänger der britischen Boyband One Direction seit Stunden ihren Idolen entgegengefiebert. Die fünf jungen Bandmitglieder wurden in der Sparte "Pop International" mit Deutschlands ältestem Medienpreis ausgezeichnet.

Das "Entertainment"-Bambi ging an Sängerin Céline Dion, die den Abend eröffnete. Als beste Schauspielerin national wurde Alina Levshin ausgezeichnet. Im Neonazi-Drama "Kriegerin" spielte Levshin, die 1984 in der Ukraine zur Welt kam und in Berlin aufwuchs, ihre erste Kino-Hauptrolle. Bei den männlichen Schauspielern gewann Ulrich Tukur. Er war zuletzt in der Rolle des den legendären Generalfeldmarschalls Erwin Rommel zu sehen.

Der "Talent"-Bambi ging an die siebenjährige Mercan-Fatima Türkoglu, die an der Seite von Elmar Wepper im Spielfilm "Dreiviertelmond" zu sehen war. Nachdem sie die 2,5 Kilogramm schwere Trophäe bekommen hatte, bedankte sie sich brav - bei ihrer Mama, ihrer Schule und besonders auch bei einer Lehrerin. In der Kategorie "Film national" konnte sich "Türkisch für Anfänger" beim Publikum durchsetzen.

Für die 64. Bambi-Preisverleihung und die Gäste war ein 240 Meter langer roter Teppich ausgerollt worden. Erst am Nachmittag hatte die Jury getagt, um über die in mehreren Kategorien noch offene Preisvergabe zu entscheiden.

Der Bambi ist der älteste und einer der wichtigsten deutschen Medienpreise und wird von Hubert Burda Media vergeben. Im vorigen Jahr hatten sechs Millionen Zuschauer die Gala an den Bildschirmen verfolgt.

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182 Meinungen zu "Bambi glänzt nicht nur golden"

  • elninjo
    Dienstag, 11.12.2012, 14:35 Uhr
    Ein grandioses mediales Affentheater. Es reicht aus - wenn alle 2-3 Jahre das Reh verliehen wird. Da braucht man nicht dauernd neue Rubriken erfinden.
  • benutzer
    Montag, 26.11.2012, 16:20 Uhr
    da wollte man offenbar diesen völligen ausraster mit dem preis für den hirnbefreiten sido im vorjahr wieder gutmachen. vergessen kann man diesen eklat aber trotzdem nicht.
  • Divergento
    Samstag, 24.11.2012, 17:55 Uhr
    Ready ich kommuniziere mit dir und meinen Beitrag lässt Caro50 löschen, na also :-))))))))))))) Der User Vlady hat sie 4-5 sperren lassen.
  • Divergento
    Samstag, 24.11.2012, 17:50 Uhr
    Scharlodde Ist Divergento einer von der FA? ___________________ Psssst, ruuuhig, Carolein...
  • Scharlodde
    Freitag, 23.11.2012, 17:56 Uhr
    Ist Divergento einer von der FA? Was der hier so schreiben darf, dass hier nicht gelöscht wird, ist schon absonderlich! Na wenn es scheeee macht!
  • Hekticer
    Freitag, 23.11.2012, 17:31 Uhr
    Da werden mal wieder Menschen entweder sinnlos geehrt oder für etwas, was auch Tausende Bürger im Stillen tagtäglich leisten. Es geht hier aber nicht um die Preisträger, sondern darum, dass sich schmierige B- und C- Klasse- Promis und Politiker wichtig machen können, dass sie mal wieder in Schmierblättern erscheinen und sich auf des einfachen Bürgers Kosten vollfressen und besaufen können. Die unterbezahlten Chauffeure und Taxifahrer warten ja gerne geduldig auf die gierigen großkotzigen Gutmenschen, die sich ja selbst am liebsten feiern.
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