Nürnberg (dpa) - "Mein Name ist Hase": Wie bekannte Redensarten entstanden sind, zeigt auf spielerische Weise eine neue Sonderausstellung in Nürnberg.

Im Museum für Kommunikation werden gut 100 Sprichwörter auf einem als Jahrmarkt gestalteten Bereich visuell dargestellt. Die Besucher können an einer Selfie-Station ihre "Ohren spitzen" und eine Brille aufsetzen, um zu sehen, wie "Schuppen von den Augen fallen". Außerdem gibt es eine Peepshow für Redensarten aus dem Bereich "Sex & Crime". Wer durch ein kleines Guckloch schaut, erfährt unter anderem, wieso manche Menschen "Leichen im Keller" haben.

Kurator der Ausstellung ist der bekannte Germanist und Bamberger Sprichwortexperte Rolf-Bernhard Essig. "Es ist eine Ausstellung mit Aha-Effekt - wir alle verwenden täglich Dutzende Redensarten. Woher sie kommen, ist aber meist wenig bekannt", sagte der Experte bei der Vorstellung der Ausstellung, die in 15 Themen unterteilt ist.

Das älteste Exponat ist ein nicht ganz geglücktes Buch aus dem Jahr 1586 des Druckers Johann Balhorn - es ist der Ursprung für die Redensart "etwas verballhornen". In der Ausstellung können außerdem verwelkte Kamillenblüten bestaunt werden - Namensgeber der "ollen Kamellen".© dpa