Eisenhüttenstadt (dpa) - Sabine Krüger mag Gartenzwerge - nicht nur ihre eigenen. Sie verpasst vielen dieser kleinen Gesellen einen frischen Look.

"Wenn die bei Wind und Wetter draußen stehen, schwindet die Farbe oder blättert ab, der kleine Kerl bekommt Risse oder Löcher", sagt die 49-Jährige aus Eisenhüttenstadt in Brandenburg. Sie nennt sich "Zwergendoktorin" - und kümmert sich um die verwitterten Zipfelmützenträger von Freunden und Bekannten. Jetzt im Frühjahr hat sie besonders viel zu tun.

Die Behandlung von Zwergen bis zu 30 Zentimetern kostet bei Krüger 5,50 Euro, bei über einem Meter großen Exemplaren sind es 30 Euro. Das Geld fließt in die Kasse des Vereins Lesezeichen. "Bisher habe ich immer helfen können, auch wenn es manchmal eine ziemliche Puzzelei mit einzelnen Scherben war", sagt Krüger. Das Reinigen und Beseitigen sämtlicher loser Teile an der Figur sei meistens das Aufwendigste. "Vor allem die Bartzwischenräume sind manchmal knifflig." So sei es auch nicht verwunderlich, dass sie für das Aufhübschen einer Figur mehrere Stunden brauche.© dpa