Los Angeles (dpa) - Jahrzehntelang war Downtown Los Angeles, kurz oft DTLA, die dunkle City des eigentlich dezentralen Molochs an der US-Westküste - mit verwaisten Ladenlokalen, Theatern, Kinos. Doch spätestens seit im letzten Herbst das private Kunstmuseum "The Broad" (mit Gratis-Eintritt) eröffnete, gilt LA jetzt als noch angesagtere Kunstmetropole.

Vorteil gegenüber der Konkurrenz New York an der Ostküste: Das Wetter ist besser (mit Sommer auch im Winter). In Downtown, wo sich auch die Walt Disney Concert Hall von Frank Gehry und die Oper befinden, eröffnen neben Gastro-Klassikern wie dem Seafood-Lokal "Water Grill" oder dem In-Italiener "Bestia" ständig neue Restaurants und Bars, viele Art-déco-Gebäude werden renoviert.

Die US-"GQ" kürte Downtown LA bereits vor zwei Jahren zu "America's Next Great City". Szene-Hotspots sind beispielsweise die Streetfood-Halle "Grand Central Market" (mit dem beliebten Breakfast-Bistro und Eier-Burger-Verkäufer ("Eggslut") sowie Dachterrassen von Hotels wie "Ace" oder "The Standard". Wer angesagt sein will und kurze Wege mag, wohnt ebenfalls längst lieber in Downtown statt in West Hollywood oder Silver Lake. Auch die Homo-Szene verlagert sich, etwa mit der Schwulenbar "Mattachine".© dpa