Würzburg (dpa) - Wenn Florian Reus läuft, dann läuft er eine halbe Ewigkeit. Der 32-Jährige ist von der Internationalen Vereinigung der Ultraläufer zum Athleten des Jahres 2015 gewählt worden.

Im vergangenen Jahr hat Reus in Turin die Weltmeisterschaft im 24-Stunden-Lauf gewonnen, 263,9 Kilometer schaffte Reus in der Zeit. Und auch beim 246 Kilometer langen Spartathlon von Athen nach Sparta überquerte er als Erster über die Ziellinie.

"2015 war mein absolutes Jahr", sagt Reus, der die Distanzen imDauerlauf zurücklegt. Bei der WM lief er durchschnittlich elf Kilometer pro Stunde, ohne Pause.

Den deutschen Rekord im 24-Stunden-Lauf hält Reus aber noch nicht, der liegt bei 276,2 Kilometern. Was sagt der 32-Jährige dazu? "Realistisch wäre das schon." Wenn der gebürtige Würzburger gerade mal nicht läuft, studiert er in Darmstadt Sportmanagement.

Fachleute halten die Ultraläufe wegen der hohen Belastung für Herz, Knochen, Sehnen, Gelenke und Muskulatur allerdings für bedenklich. "Der menschliche Körper ist nicht dafür gemacht", sagt zum Beispiel Sportmediziner Hans-Georg Predel, der das Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Sporthochschule Köln leitet. Alles, was exzessiv betrieben wird, könne potenziell gefährlich werden.© dpa