Köthen (dpa) - Das kleine Kängurumädchen Muffin aus dem Tierpark Köthen in Sachsen-Anhalt ist fünf Wochen nach seinem Umzug in einen Kissenbezug gestorben.

"Mittwochfrüh haben wir schon bemerkt, dass sie ein bisschen komisch ist", sagte Zoo-Chef Michael Engelmann am Donnerstag. Die Pfleger versuchten noch, Muffin mit Infusionslösungen zu unterstützen. Doch vergeblich. Am Abend starb das kleine Känguru.

Muffin war vor fünf Wochen aus dem Beutel ihrer Mutter gefallen und konnte nicht zurückkehren. Das Team von Engelmann baute dem Kleinen danach einen Kissenbezug an der wärmenden Heizung als Ersatz und zog das Tier mit Welpenmilch auf.

Zunächst hatte sich das Känguru gut entwickelt. Muffin sei dem Team in den fünf gemeinsamen Wochen sehr ans Herz gewachsen. Doch die Chancen hätten von Anfang an 50:50 gestanden, sagte Engelmann. "Die Erfahrungen anderer Zoos zeigen, dass Handaufzuchten sehr schnell sterben können - auf verschiedenen Wegen." Wenn die Kinder im Beutel der Mutter aufwüchsen, kämen solche plötzlichen Fälle nicht so häufig vor. Die genaue Ursache werde der Zoo nicht untersuchen.© dpa