Köln (dpa/tmn) - Wer dieses Jahr zu den hippen Jecken zählen möchte, orientiert sich am besten an den aktuellen Kostümtrends. Maria Lucas, selbstständige Mode- und Kostümdesignerin aus Köln, hat zwei große Trends ausgemacht: das Märchenhafte des Orients und die fantastische Welt des Steampunks.

Zu ersterem zählen Kostüme wie aus 1001 Nacht, an ihnen funkelt und glitzert es. Beim Thema Steampunk trifft Retro auf Futurismus - es sehe in etwa so aus wie Jules Vernes Vorstellung von der Zukunft, beschreibt es die Kostümexpertin. Dieser Trend sei ein weltweites Phänomen.

Daneben sind Kostüme angesagt, die an die Französische Revolution angelehnt sind. Und Piraten bleiben en vogue: "Das ist immer ein tolles Kostüm." Insgesamt werden die Kostüme hochwertiger, sagt Lucas. Preiswertere Modelle wie ein Tier-Outfit kommen für die Kostümdesignerin vor allem für den Karnevalsumzug infrage - denn diese Kostüme wärmen. Für das Event in der Festhalle dürfen es aber die hochwertigen Modelle wie aus dem indischen Herrschaftshaus oder aus Jules Vernes Fantasie sein.

Steampunk ist ein großer Trend bei den Kostümen: Bei diesem Thema trifft Retro auf Futurismus.

Besonders schön sind in diesem Zusammenhang auch Partnerkostüme. "Beim Partnerkostüm muss nicht 1:1 alles gleich sein", sagt Lucas. Stattdessen werde versucht, thematisch eine Geschichte zu erzählen. So passt der Zirkusdirektor zur Zirkusprinzessin, Freibeuter Henry Morgan zur Rokoko-Lady, die von einem gekaperten Schiff stammt. Für Gruppen gibt es zwei Möglichkeiten: Sie können die Kostüme entweder thematisch aufeinander abstimmen - alle zum Beispiel als Freibeuter gehen - oder man einigt sich auf gemeinsame Farben.

Wichtig ist in jedem Fall: Es braucht etwas auf dem Kopf. "Ein Kostüm definiert sich über den Kopfputz." Fehle dieser, sei die ganze Wirkung weg, warnt Lucas. Aber eine Maske werde im Laufe des Abends oft lästig. Die Kostümdesignerin rät daher eher zu einem kleinen Hut, einem Haarreif oder einem Zylinder - je nachdem, was zum Kostüm passt.© dpa