London (dpa) - Nach dem Auftakt der Fashion Week in New York in der vergangenen Woche folgt jetzt das Modespektakel in der Metropole London.

Vom 19. bis 23. Februar setzen die Designer Trends für die kommende Herbst/Winter-Saison. London ist seit 1971 Teil der Fashion Week, die Schauen finden - wie schon im Herbst - im Szene-Viertel Soho statt.

Die britische Modewoche gilt vielleicht als die "kleinere" der "Big Four" in New York, Mailand, Paris und eben London, aber die Show ist bekannt für die Experimentier- und Risikofreude der Designer. Welche Highlights sind zu erwarten? Traditionell ist London ausschließlich für die Industrie bestimmt, sprich: Nur Insider dürfen rein. Das bleibt auch so, aber zuschauen dürfen dieses Mal trotzdem mehr. Auf 60 Leinwänden sollen Shows in verschiedenen Städten des Vereinigten Königreichs übertragen werden, vier davon stehen in der britischen Hauptstadt.

Den Organisatoren des British Fashion Council zufolge ist es so potenziell 35 Million Menschen möglich, das Modespektakel mitzuverfolgen. Zudem gibt es rund um die London Fashion Week Veranstaltungen wie das Fashion Weekend (25. bis 28.) und die Fashion Utopia (19. bis 23.), bei denen die Öffentlichkeit Zutritt hat und der Arbeit einiger Designer live zusehen kann.

Auch in puncto Labels gibt es eine kleine Sensation. Zum ersten Mal seit 14 Jahren wird die Marke Alexander McQueen wieder in London vorstellen statt in Paris. Die Show findet am Sonntagabend statt. Der "Ausflug" des britischen Labels in die Heimat soll aber einmalig bleiben.

Weitere Highlights sind Labels wie Vivienne Westwood, Paul Smith, Julien Macdonald und Topshop. Auf Instagram wird Starfotograf Nick Knight live Einblicke über das Geschehen bei Topshop präsentieren. Es scheint, als werde die Modeindustrie offener und sich zugunsten ihrer Kunden von extremer Exklusivität distanzieren.

In New York sorgte der Vorstoß der Labels Burberry und Tom Ford für Diskussionen. Die Modehäuser wollen ihre nächsten Kollektionen gleich im Anschluss der September-Fashion-Week verkaufen und brechen damit eine lang praktizierte Tradition der Vorfreude.© dpa