Hannover (dpa/tmn) - Ist ein Pferd an Mauke erkrankt, sollten Halter keinesfalls mit Salben oder Cremes experimentieren. Stattdessen ist eine konsequente und intensive Behandlung wichtig, sagt Prof. Karsten Feige, Direktor der Klinik für Pferde an der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Halter müssen darauf achten, dass die betroffenen Stellen an den Pferdebeinen sehr sauber und trocken sind. Meist sind außerdem Verbände nötig.

"Das Wichtigste ist ein gutes Hygiene-Management", sagt Feige, der auch stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Pferde der Bundestierärztekammer ist. Außerdem kann der Tierarzt bei einer Mauke Salben oder Waschlösungen verordnen. Diese sollen helfen, die Ursache - nämlich Parasiten oder Bakterien - in den Griff zu bekommen.

In schlimmen Fällen kann auch die Gabe von Antibiotika nötig sein. "Ganz wichtig ist, dass man nicht irgendeine Salbe oder Hausmittel nimmt", sagt der Experte. Dann werde die Erkrankung immer schlimmer.

Mauke ist eine Erkrankung der unteren Gliedmaßen beim Pferd. Für die Tiere bedeutet das einen schlimmen Juckreiz. Anfällig sind vor allem Pferde mit einem langen Behang an den Fesseln wie etwa Friesen. "Für die Pferde ist das sehr unangenehm, sie stampfen und sind unruhig", sagt Prof. Feige.

Auch an den betroffenen Stellen ist die Krankheit zu erkennen: Die Haare stehen ab, die Haut ist vor allem in der Fesselbeuge wulstig. Bewegung sollten erkrankte Pferde auf jeden Fall bekommen, dazu müssen die Verbände jedoch abgenommen werden.© dpa