Kiel (dpa/lno) - Nach Staupe-Infektionen bei mehreren Füchsen in Schleswig-Holstein wird Hundebesitzern geraten, auf einen ausreichenden Impfschutz bei ihren Tieren zu achten.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums konnte das Staupe-Virus seit Ende November bei fünf Füchsen im südlichen Landesteil nachgewiesen werden. Es seien die ersten Staupe-Nachweise in Schleswig-Holstein bei Füchsen seit 2009. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass Staupe-Infektionen auch in anderen Landesteilen auftreten, warnte das Ministerium. "Wer einen kranken oder toten Fuchs findet, sollte den Revierinhaber oder die örtlichen Jäger verständigen."

Trotz enger Verwandtschaft mit dem menschlichen Masernvirus ist das Virus für Menschen ungefährlich, wie das Ministerium betonte. Hunde können sich hingegen bei infizierten Füchsen in deren näherer Umgebung oder auch beim Waldspaziergang anstecken, da das Virus zum Beispiel durch Speichel oder Exkremente übertragbar sei.© dpa