Overath (dpa/tmn) - Haarige Körper und spitze Beißklauen: Die Vogelspinne ist ein Haustier für Furchtlose. Zwar sind die Achtbeiner recht genügsam und müssen nur selten gefüttert werden. Vor der Anschaffung gibt es jedoch einiges zu beachten.

Wer sich eine Vogelspinne als Haustier hält, muss sie nicht oft füttern. Je nach Art und Alter der Spinne reichten ein bis zwei Fütterungen im Monat aus, erklärt Roland Zobel von der Fördergemeinschaft Leben mit Heimtieren. Ob die Spinne genug gefressen hat, lässt sich am Verhältnis zwischen Hinter- und Vorderleib erkennen. Ist der hintere Teil etwa gleich groß bis anderthalbmal so groß wie der vordere, ist die Spinne optimal genährt, erläutert der Experte in einer Mitteilung.

In freier Natur fressen die haarigen Achtbeiner gerne Mäuse und Jungvögel. Wer eine Spinne im Terrarium hält, sollte den Speiseplan allerdings auf proteinreiche Insekten wie Grillen, Heuschrecken und Schaben beschränken. Es ist auch keine gute Idee, Mäuse oder Heuschrecken zum Verfüttern selbst zu fangen. Bei solchen Tieren ist nicht klar, wo diese vorher waren und was sie gefressen haben. Stattdessen führt der Weg ins Zoofachgeschäft: Dort gibt es speziell gezüchtete Futtertiere.

Die empfohlene Minimalgröße für ein Vogelspinnenterrarium beträgt 30 mal 30 mal 30 Zentimeter. Doch Vogelspinne ist nicht gleich Vogelspinne. Es gibt über 900 bekannte Arten. Einige von ihnen leben gern in Bäumen. Für sie eignet sich ein hohes Terrarium, in dem sie ihr Netz zwischen den Ästen errichten können. Bodenbewohner bevorzugen Hohlräume und Röhren, um sich zu verstecken. Vogelspinnen, die sich unter der Erde am wohlsten fühlen, brauchen viel Bodengrund. Sie graben sich senkrecht in die Erde ein und bauen ihre Wohnhöhle unterirdisch.© dpa