Zu laut gerülpst - und zu einer Strafe von 70 Euro Buße verdonnert: So erging es vor kurzem einem 27-Jährigen in Wien. Der Barkeeper will das nicht auf sich sitzen lassen und veranstaltet nun kurzerhand einen Flashmob zur "Befreiung der Magengase".

Er hatte gerade am Wiener Praterstern einen Döner mit viel Zwiebel verzehrt und einem Bedürfnis ordentlich Luft gemacht. Da geschah etwas, womit der gesättigte 27 Jahre alte Wiener Barkeeper nicht rechnen konnte: Sein Rülpsen hatte einem Polizisten so übel aufgestoßen, dass der ihn anzeigte - wegen lauten Rülpsens "nächst der Polizeibeamten".

Der Polizist wertete das Rülpsen als Vergehen nach Paragraf 1 des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes und brummte dem Barkeeper 70 Euro Strafe auf.

Die Polizei in Wien bestätigte am Dienstag den Vorfall, der sich schon Anfang des Monats ereignet hatte. Das Thema gewann aber in Sozialen Netzwerken erst so richtig Aufwind, nachdem der Barkeeper die Anzeige bei Facebook gepostet hatte.

Rülps-Flashmob in Wien geplant

Und die Geschichte ist noch nicht beendet: Der 27-Jährige lädt am Samstag zum "LautRülps-Flashmob" in Wien ein, dem er auf Facebook eine eigene Seite gewidmet hat. Dort hatten am frühen Dienstagnachmittag bereits mehr als 150 Personen ihr Mitrülpsen, pardon, Mitmachen zugesagt.

Mit Berlin verbindet man Currywurst und Elektronische Musik - mit Kreuzberg vor allem Döner.

Weitere Anzeigen nicht ausgeschlossen

Das Motto der Veranstaltung: "Gegen den öffentlichen Anstand... für die Befreiung der Magengase".

Anzeigen wird es für die Teilnehmer laut Polizei nur geben, wenn eine Anstandsverletzung vorliegt und beispielsweise einem Polizisten direkt ins Gesicht gerülpst werde.

(af mit Material der dpa)