Blatten (dpa) - Allen Leuten mal so richtig einen Schrecken einjagen - darum bemühen sich im abgeschiedenen Lötschental der Walliser Alpen jetzt wieder die wilden Tschäggättä: In Ziegen- oder Schaf-Felle gehüllt ziehen junge, ledige Männer mit fratzenhaften überdimensionierten Arvenholzmasken noch bis Aschermittwoch durch die Ortschaften.

Der Brauch geht auf uralte Sagen und Mythen zurück, wonach einst furchtbare Gestalten die Gegend unsicher machten. Zur Verkleidung gehören auch handgewebte Wollhandschuhe und ein langer Stock mit Glocken zum Lärmschlagen. In Anlehnung an den christlichen Aschermittwoch schwärzen bei dem ursprünglich heidnisch-alemannischen Brauch die Tschäggättä Kindern die Gesichter mit Ruß.© dpa