(sok) - Die Neuauflage des legendären "Yps"-Magazins samt Urzeitgetier wurde von den Fans regelrecht gefeiert: Schon nach kurzer Zeit war die gesamte Auflage vergriffen, viele potenzielle Leser gingen leer aus. Der Verlag Ehapa reagiert nun auf den unerwarteten Erfolg und verdoppelt das geplante Angebot für 2013.

Verhexte Brieftaschen, Hornissenschleudern, chinesische Taschenangeln oder die berühmten Urzeitkrebse zum Selber-Züchten – solche Beigaben des "Yps"-Magazins, sogenannte "Gimmicks", begeisterten kleine Jungs mit Entdeckergeist seit 1975. Dieser Enthusiasmus steckt immer noch in den nun erwachsenen Käufern von damals, dachte man sich beim Verlag und richtete die Neuauflage vom 11. Oktober 2012 nicht an Schuljungen, sondern an 30- bis 45-Jährige, die mit der legendären Zeitschrift groß geworden sind.

Die Themen sind ähnlich wie damals, aber aufgefrischt mit Autos, Technik oder Mode. Im neuen Look sollen Fragen wie: "Mit 35 Jahren noch Geheimagent werden – wie geht das eigentlich?" das Kind im Erwachsenen wieder erwachen lassen.

"Yps"-Urzeitkrebse doch wieder zu haben

Am 14. März 2013 erscheint nun die nächste Ausgabe, Folgehefte sind für Juni, August und November angekündigt. Dass der Verlag gleich mit viertel- statt halbjährigem Erscheinen des Magazins daherkommt, liegt an der kleinen Erfolgsgeschichte des Hefts 1258. Im Oktober diesen Jahres waren 120.000 Exemplare auf dem Markt - die gingen allerdings weg wie warme Semmeln. Die "Yps"-Fans schlugen so richtig zu, bereits nach kurzer Zeit waren alle Magazine vergriffen.

Laut dem Verlag war ein Nachdruck jedoch nicht möglich, die umständlich nachzubestellenden Gimmicks seien schuld. Doch für traurige Fans, die das begehrte Heft nicht mehr ergattern konnten, gibt es einen Lichtblick: Zum Abonnement des Magazins gibt es nun wundersamerweise auch optional das Heft 1258.

Um den Entdeckergeist im 21. Jahrhundert muss man sich also keinerlei Sorgen machen - verrückte Spielzeuge und Artikel über Spione machen die Jungs von damals auch heute noch glücklich. Und vielleicht entsteht ja sogar eine Fangemeinde in der jüngeren Generation: Dann hat das neue "Yps" erst recht eine Zukunft.