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14.02.2012, 17:06 Uhr

Stiller Abschied für Whitney Houston?

New York/Los Angeles (dpa) - Familie und Freunde von Whitney Houston werden sich am Samstag in einer kleinen Baptistenkirche in Newark (New Jersey) von der Sängerin verabschieden. Das teilte das Bestattungsunternehmen Wigham Funeral Home der Nachrichtenagentur dpa mit.

"Die Feier findet am Samstagmittag 12 Uhr Ortszeit (18.00 MEZ) in der New Hope Baptist Church (Newark) statt", sagte Carolyn Wigham am Dienstag. "Gäste werden nur mit privater Einladung zugelassen". Zuvor hatten US-Medien unter Berufung auf Informationen aus dem Kreis der Familie berichtet, dass der Popdiva ursprünglich mit einer gigantischen Trauerfeier in einer Sport- und Musikarena gedacht werden sollte.

Houston war am Samstag im Alter von 48 Jahren gestorben. Mitarbeiter hatten die Sängerin leblos in einer Badewanne im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles gefunden. In der Hotelsuite wurden nach Angaben der Ermittler Flaschen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten entdeckt. Allerdings habe es sich um eine nicht sehr große Menge gehandelt, sagte Ed Winter von der Gerichtsmedizin in Los Angeles am Montag (Ortszeit). Es waren "nicht besonders viele verschreibungspflichtige Präparate" in dem Hotelzimmer, sagte Winter. Üblicherweise würden bei an Überdosis gestorbenen Menschen viel mehr Medikamente gefunden. Ausschließen wollte Winter nur ein Verbrechen, sonst nichts. Die Todesursache wird voraussichtlich erst in etwa acht Wochen amtlich bekanntgegeben.

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Dieses Video zeigt die 18-Jährige in besseren Zeiten. >

Houstons Leichnam wurde nach der Obduktion in Los Angeles am späten Montag (Ortszeit) im Privatjet nach Newark, Houstons Heimatort, geflogen. Dort übernahm eine Kutsche den Sarg und fuhr diesen zum Wigham Funeral Home, wo Mutter Cissy Houston auf die sterblichen Überreste ihrer Tochter wartete. Medienberichten zufolge hatten Houstons Angehörige ursprünglich erwogen, Tausende Fans in eine große Sport- und Musikarena mit rund 18 000 Sitzen einzuladen. Stattdessen werde die Trauerfeier in der kleinen Kirche in Newark, dem Heimatort der Sängerin veranstaltet, sagte die Besitzerin des Bestattungsunternehmens am Dienstag. In dieser Kirche war die junge Whitney erstmals in der Öffentlichkeit aufgetreten.

New Jerseys größte Zeitung "The Star Ledger" forderte Gouverneur Chris Christie am Dienstag offiziell auf, aus Anlass von Whitneys Tod Staatstrauer anordnen und die Flaggen auf Halbmast setzen zu lassen.

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Posthume Ehre: Seit Samstag gibt es einen Run auf die Titel. >

So still es vor ihrem Tod um Houston geworden war, so sehr belebte ihr Tod ihre Plattenumsätze. Am späten Montag belegte die Soulsängerin ganze 27 Plätze in den Top 100 der iTunes-Charts. Auf Nummer eins landete ihr Hit "I Will Always Love You" - und das noch vor "Rolling In The Deep" von Grammy-Abräumerin Adele. Auch in Deutschland spielten Radiosender Houston-Songs. Am Tag nach ihrem Tod wurden fast 100 Mal so viele Houston-Alben heruntergeladen wie am Vortag, wie die Marktforschungsfirma Media Control berichtete.

Für Verwirrung sorgt, dass die Soul-Diva kurz vor ihrem Tod noch in guter Verfassung gewesen sein soll. "Was ich am Donnerstag sah, war kein verwirrtes Verhalten. Das war nicht jemand, der high war", sagte Sängerin Kelly Price CNN. Houston habe getanzt und gelacht. "Wir alle hatten Spaß." Spontan habe sie mit Price ein Duett von "Jesus Loves Me" gesungen und es habe "wunderbar geklungen".

Andere Gäste der Grammy-Vorfeier beschrieben Houston als fahrig und ungepflegt aussehend. Sie habe nach Alkohol und Zigaretten gerochen, berichtete CBS unter Bezug auf diese Augenzeugen.

Sorge bereitet derweil Houstons Tochter Bobbi Kristina. Laut Medienberichten wurde die 18-Jährige nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter zweimal im Krankenhaus behandelt. Sie sei zunächst am Morgen mit der Diagnose "Stress und Erschöpfung" ins Krankenhaus gebracht worden. Später sei sie dann erneut in die Klinik gekommen.

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6 Meinungen zu "Stiller Abschied für Whitney?"

  • thienlong68
    Mittwoch, 15.02.2012, 17:30 Uhr
    @lolly1961 Zur Zeit spielen fast alle Radios ihre größte Hits, weil sie eine großartige Sängerin war. Nur weil ihr Leben mal in schlechte Phase geraten war, kann man sie nicht einfach vergessen. Du kannst Radios abschalten, wenn es dich nervt. Aber ihre treue Fans werden anders sehen. Man soll auch den Verstorben würdigen, oder? R.I.P Whitney...!!!
  • Maxe25
    Mittwoch, 15.02.2012, 08:03 Uhr
    Whitney war eine, der ganz Großen wenn nicht sogar die Größte!! Sie ist ein sehr großer Verlust, für uns !Der ganze Streß und alles was dazu gehört hat sie, zu dem ganzen Teufelszeug getrieben! Das ist wieder der beste Beweis, dass ganze Teufelszeug muss endlich, aus dem Verkehr! Machs gut Whitney, deine Musik wird alle noch begleiten, wenn auch wir schon lang,nicht mehr sind! Wir werden dich, nie vergessen!!
  • Lilasandstrand16
    Mittwoch, 15.02.2012, 07:30 Uhr
    Lasst Sie in Ruhe gehen
  • cicero1
    Mittwoch, 15.02.2012, 07:26 Uhr
    Ja,sie konnte gut singen, wenn es auch nicht meine Musik war. Letztlich hat sie sich selbst aus dem Rennen genommen - und nun Schluss.
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