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24.01.2013, 17:06 Uhr

Wacken-Open-Air darf weiter rocken

Wacken (dpa) - Die Veranstalter des weltgrößten Heavy-Metal-Festivals in dem kleinen schleswig-holsteinischen Örtchen Wacken können ihre Lautsprecher weiter aufdrehen. Die Klage von Anwohnern vor dem Verwaltungsgericht Schleswig wegen der Lautstärke des Festivals ist vom Tisch, wie Rechtsanwalt Jens-Ulrich Kannieß am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Der Vertreter der Kläger und die Veranstalter einigten sich außergerichtlich.

"Wenn der Geräuschpegel von 70 Dezibel im Mittel überschritten wird, zahlt der Veranstalter künftig 1.000 Euro an die Gemeinde", sagte Kannieß. 70 Dezibel entsprächen der Lautstärke eines laufenden Rasenmähers vor dem Schlafzimmerfenster. Die Gemeinde soll das Geld an soziale Einrichtungen weiterleiten. Dieser Vorschlag kam laut Rechtsanwalt von den Veranstaltern selbst. Die Einhaltung des Vergleichs soll künftig eine amtlich anerkannte Messstelle überprüfen.

Rechtsanwalt Kannieß vertritt eine Frau und einen Mann aus Wacken, die gegen das Amt Schenefeld geklagt hatten, weil sie sich durch den Festivallärm belästigt fühlten. Die Genehmigungsbehörde hatte sich auf eine Ausnahmeregel berufen, nach der bei seltenen Ereignissen der Lärmgrenzwert von 70 auf 90 Dezibel hochgeschraubt werden kann. Der Veranstalter des Wacken-Open-Air (W:O:A), Holger Hübner, hatte stets bestritten, dass vor dem Haus der Klägerin ein Wert von 90 Dezibel erreicht werde.

Sobald er den von der Gegenseite unterschriebenen Vergleich in Händen halte, werde er die Klage zurückziehen, sagte Kannieß. Er wollte dies voraussichtlich noch am Donnerstag erledigen. Damit wäre der ursprünglich für den 18. Februar vorgesehene Verhandlungstermin vor dem Verwaltungsgericht überflüssig.

Die Veranstalter des Festivals können mit der getroffenen Vereinbarung gut leben: "Im Prinzip läuft das weiter wie bisher", sagte Festival-Mitbegründer Thomas Jensen am Donnerstag der dpa. Keiner der sogenannten Metalheads auf dem Open Air werde wegen der Vereinbarung leiden müssen. "Wenn das Festival dadurch verfälscht würde, hätten wir uns nicht auf den Vergleich eingelassen".

Zum "Wacken Open Air 2013" werden 75.000 Heavy-Metal-Fans erwartet. Rund hundert Bands spielen in der ersten Augustwoche zum Teil gleichzeitig mit einer Lautstärke von bis zu 120 Dezibel auf. Die Karten für das Spektakel sind seit Monaten ausverkauft.

Alle News vom: 24. Januar 2013 Zur Übersicht: Unterhaltung

3 Meinungen zu "Wacken wummert weiter"

  • CaroKaffee
    Montag, 28.01.2013, 11:09 Uhr
    Ich war einmal dabei! Ich kann gar nicht verstehen, dass es da wirklich "Wackener" gibt, die gegen dieses Spektakel sind und klagen! Klar gibt es da einige, denen ist das zu laut aber .... die sind so cool drauf, die fahren dann das WE weg und lassen Wacken krachen! Der kleine Ort lebt von "Wacköööööööön" und verdient sich ein goldenes Näschen .. (c; Da gibt es wohl zwei, die wohl nichts abbekamen *ggg* Die ganze "Veranstaltung" ist sowas von perfekt durchgeplant und faszinierend organisiert - einfach genial! Nur ,man sollte seine "Koppschmerztabletten" mitbringen!!! Die sind da echt Mangelware!! (c; "Wacköööööööööön" !!
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