Nach ihrem Debüt "Lovetune For A Vacuum", bei dem die damals 19-Jährige bis zur letzten Schraube alles selbst komponiert, gespielt, aufgenommen und gedreht hat, werden Kritiker sicher wieder wohlwollend raunen. Aber ist sie vielleicht nur eine affektierte Künstlerin, spielt mit einer künstliche Authentizität, so wie sie in letzter Zeit im Popgeschäft immer populärer zu werden scheint? Die acht Songs dieses Mini-Albums springen einem zur Antwort förmlich ins Gesicht.
Ein verformtes Gedichtzitat von W.H. Auden als Einleitung ("Stop All The Clocks" von 1939) und eine ausgemergelt-kahle Coverversion von Desireless' "Voyage, Voyage" geben dem ansonsten regierenden klavierschwangeren Pathos etwas Luft zum Atmen. Plaschgs Anspruch, hohe Kunst schaffen zu wollen, dominiert jedoch das Album. Ihr Stimmtimbre, die Harmonien, alles wirkt deutlich überhöht und soll doch authentisch dunklen Schmerz aus dem von Trauer erfüllten Leben der Österreicherin abbilden. Letztendlich können die Lieder von Plaschg im Pop aber nicht hängenbleiben. Denn sie verfolgt auf "Narrow" einen Kunstanspruch, der besser Opernabonnenten bei der wöchentlichen Matinee zum Diskurs vorgelegt werden sollte.
Bewertung: enttäuschend
Soap & Skin
| Titel: | "Narrow" |
|---|---|
| Label: | PIAS |
| Vertrieb: | Rough Trade |
| Erscheinungstermin: | 10.02.2012 |
| EAN-Code: | 5051083061339 |
© teleschau - der mediendienst GmbH
- Kinoprogramm
- Gratis Apps
- Festivals 2012
- Next Topmodel
- Horoskop
- Charlotte Engelhardt
zu Unterhaltung
Die besten Musik-Neuerscheinungen!


