Sophie B. Hawkins - The Crossing
Wo Sophie B. Hawkins war? Nun, nach dem ebenfalls sehr erfolgreichen zweiten Album "Whaler" (1994) geriet ihre Partnerschaft mit Sony Music zunehmend ins Schlingern. Ihr Hang zu tiefgründigeren Sounds wie Inhalten und weniger Ohrwurmqualitäten führte zu einem Disput über ihr drittes Werk "Timbre", das schließlich 1999 zum Split der beiden Parteien führte. Ob bewusst oder nicht, fünf Jahre später spürte man auf ihrem vermeintlichen Befreiungsschlag "Wilderness" wenig Selbstverwirklichung: Eher prägte stramm arrangierte Pseudo-Disco mit Hang zum Sentimentalen das Szenario. Das war schlicht zu wenig, um an die glorreichen Anfänge anzuknüpfen. Sophie B. Hawkins gönnte sich danach eine lange Albumpause, die sie nun, nach acht Jahren, mit "The Crossing" für beendet erklärt.
Das Warten hat sich für Hawkins-Fans definitiv gelohnt, denn "The Crossing" beinhaltet einige der stärksten und persönlichsten Songs ihrer Karriere. Dazu gesellen sich zwei Fremdkompositionen: die spröde, ins Hymnische gleitende Ballade "Gone Baby" und das mit perkussiver Verspieltheit und launigem Gospel-Flair gespickten Spiritual "Sinnerman". Ansonsten stammt alles aus Hawkins' eigener Feder, inklusive Produktion und Instrumentierung, die jedoch für einzelne Passagen auf Anfrage von befreundeten Musikern an Gitarre, Bass, Bläsern und Schlagzeug verstärkt wurde.
So oder so: Die vielschichtigen Klänge auf "The Crossing" und die Oden an Natur ("Georgia", "The Land The Sea And The Sky") und Menschlichkeit ("A Child", "Life Is A River") laden die Hörer auf eine intensive und abwechslungsreiche Reise durch Sophie B. Hawkins' Leben ein.
Bewertung: überzeugend
Sophie B. Hawkins
| Titel: | "The Crossing" |
|---|---|
| Label: | in-akustik |
| Vertrieb: | in-akustik |
| Erscheinungstermin: | 15.06.2012 |
| EAN-Code: | 0707787911429 |
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