Die ARD-Zuschauer haben entschieden: Die 17-jährige Jamie-Lee Kriewitz darf mit ihrem Song "Ghost" im Mai für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Stockholm fahren. Und anders als im vergangenen Jahr nahm die Gewinnerin in ihrem schrillen Manga-Kostüm die Wahl dieses Mal auch freudestrahlend an.

Die "Voice of Germany"-Gewinnerin Jamie-Lee Kriewitz (17) vertritt Deutschland dieses Jahr beim Eurovision Song Contest in Stockholm. Begleitet wurde Kriewitz von ihrem Voice-Coach Smudo von den Fantastischen Vier.

Ein "Ghost" im Manga-Outfit

Die Schülerin aus der Nähe von Hannover gewann am Donnerstagabend in Köln den deutschen Vorentscheid.

Die Zuschauer der ARD-Show "Unser Lied für Stockholm" wählten sie mit ihrem Song "Ghost" unter zehn Bewerbern aus. Ihr Outfit und ihre Show sind inspiriert vom asiatischen Manga-Stil.

Zuletzt waren außer ihr noch der bayerische Singer-Songwriter Alex Diehl (28) mit seiner Friedensballade "Nur ein Lied" und die Rocker von Avantasia mit "Mystery Of A Blood Red Nose" im Rennen. Abgestimmt wurde per Telefon, SMS und über eine App.

ESC-Auftakt mit Ironie: Moderatorin witzelt über Vorentscheid.

Die Musikrichtungen reichten dieses Mal von mittelalterlichem Mönchsgesang (Gregorian) bis zu aktuellem Pop (Woods Of Birnam) und vom Schlager (Ella Endlich) bis zur Deutsch-Pop-Nummer (Luxuslärm).

Selbst Komponist Ralph Siegel war nach einigen Jahren Pause mit der Düsseldorferin Sängerin Laura Pinski mal wieder dabei.

Regeländerungen zum Vorjahr

Moderatorin Barbara Schöneberger (41) hatte zu Beginn der Show sicherheitshalber klargestellt: "Wir haben eine Regeländerung im Vergleich zum Vorjahr: Der, der gewinnt, muss dann auch tatsächlich antreten."

Damit spielte sie darauf an, dass der letztjährige Vorentscheid-Gewinner Andreas Kümmert nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses überraschend erklärt hatte, er könne die Wahl leider nicht annehmen.

Nachrückerin Ann Sophie holte anschließend in Wien keinen einzigen Punkt.

Auch dieses Jahr stand die deutsche Bewerbung zunächst unter keinem guten Stern. Der federführende NDR wollte die Sache ursprünglich im Alleingang entscheiden und Xavier Naidoo in die schwedische Hauptstadt schicken.

Nach heftigem Protest machte der Sender jedoch einen Rückzieher und stellte doch wieder zehn Kandidaten zur Wahl. Ob die Zuschauer eine gute Entscheidung getroffen haben, wird sich am 14. Mai zeigen, wenn der ESC in Stockholm ausgetragen wird. Die ARD überträgt.

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