Keine Ruhe für Karl Dall: In die Vergewaltigungsvorwürfe gegen den Entertainer kommt erneut Bewegung. Nun hat die Staatsanwaltschaft Zürich Anklage gegen Dall erhoben.

Die Staatsanwaltschaft Zürich hat heute Anklage gegen Karl Dall erhoben. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft unserer Redaktion. Der Schauspieler soll in der Nacht zum 6. September 2013 im Zürcher Hotel "Renaissance Tower" die Journalistin Anja Maria S. vergewaltigt haben.

Nachdem die Journalistin Strafanzeige erstattet hatte, wurde Karl Dall im November 2013 in der Schweiz verhaftet, wo er vier Tage in Untersuchungshaft saß. Der Komiker bestreitet die Tat. Es sei nicht einmal zum Sex gekommen.

Karl Dall bestreitet die Vorwürfe entschieden. Sein Anwalt Marc Engler sagte der "Bild"-Zeitung: "Es ist üblich, dass der Staatsanwalt die Version der angeblichen Geschädigten in der Anklageschrift niederschreibt. Das macht die Sache nicht zur Wahrheit. Karl Dall bleibt dabei, es gab keine Vergewaltigung."

Karl Dall sieht Prozess gelassen entgegen

Der Entertainer selbst sieht dem nun folgenden Prozess gelassen entgegen: "Ich freue mich auf den Prozess. Er gibt mir endlich die Möglichkeit, Klartext zu sprechen. Meine Familie hat in den letzten Monaten arg gelitten. Ich möchte auch ihr zuliebe diese schlimme Geschichte endlich abschließen", sagte er der "Bild".

Zu der angeblichen Tatnacht dürfe er sich nicht äußern, betonte Dall in der Wochenzeitung "Die Zeit" Ende vergangenen Jahres. "Nur so viel: Es war ein Riesenfehler, dass ich bei diesem 'Interview' allein war. Ich Idiot!" Er sehe sich als Opfer der Frau: "Meine Prominenz war ihr Schutz." (ncs/dpa)