Berlin (dpa) - Der britische Bestseller-Autor Nick Hornby ("Fever Pitch") schwärmt von den Leistungen der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. "Die Deutschen haben mich mit ihrem Teamgeist begeistert", sagte der 57-Jährige der "Welt am Sonntag".

"Mit dem Sieg der deutschen Mannschaft kam jetzt ein moderner Fußball zum Vorschein, der sich durch ein intelligentes, kollektives Spiel auszeichnete." Ein Grund für seine Unterstützung der DFB-Elf sei aber auch, dass mit Lukas Podolski, Mesut Özil und Per Mertesacker drei Kicker bei seinem Lieblingsklub FC Arsenal spielten, räumte Hornby ein.

Angesichts der modernen Lesegewohnheiten auf E-Readern und Tablets sieht der Schriftsteller schwere Zeiten auf Romane zukommen. "Auf Tablets kann man ja auch Games spielen und Filme gucken. Das ist verführerischer als ein Buch zu lesen. Diese Entwicklung ist nicht gut für die Literatur." Vor allem Kindern - auch seinen eigenen - fehle oft die Konzentration für ein dickes Buch.

Selbst hat Hornby für die modernen Lesemittel aber nicht viel übrig. "An die E-Reader habe ich mich nie gewöhnen können, ich komme damit nicht klar. Mir fehlt der Lesegenuss. Ich weiß bei den E-Readern nie, wo genau ich in einem Buch bin, ob ich nun auf der linken oder rechten Seite lese."© dpa