Riesen-Skandal durch Russell Brand: Der britische Komiker kritisierte auf den diesjährigen "GQ Men of the Year"-Awards in London das Modelabel Hugo Boss. Die deutsche Firma habe im Zweiten Weltkrieg Nazi-Uniformen angefertigt. Doch damit nicht genug: Über Twitter legte der 38-Jährige nach.

Russel Brand wurde bei den "GQ Men of the Year"-Awards 2013 im Royal Opera House in London mit einem Preis bedacht. Doch statt sich wie bei Preisverleihungen üblich bei Gott und der Welt zu bedanken, wetterte der kontroverse Brite gegen Hauptsponsor Hugo Boss. "Falls irgendjemand von Ihnen ein bisschen Ahnung von Geschichte und Mode hat, wird er wissen, dass Hugo Boss Uniformen für die Nazis gemacht hat". Und: "Seien wir doch ehrlich: Die Nazis haben verdammt toll ausgesehen."

Im Anschluss hob Brand den rechten Arm und legte zwei Finger der anderen Hand auf seine Oberlippe. Diese Pose war den Organisatoren des GQ-Awards zu viel. Angeblich wurde Brand nach seinem Auftritt rausgeschmissen, bei der After-Show-Party war der Komiker nicht mehr anwesend.

Auf Twitter postete Russell Brand schließlich einen angeblichen Dialog zwischen ihm und GQ-Chefredakteur Dylan Jones. "Was du getan hast, war sehr beleidigend für Hugo Boss." Russel Brand daraufhin: "Was Hugo Boss getan hat, war sehr beleidigend für die Juden."

Es ist nicht das erste Mal, dass der kontroverse Komiker zweifelhafte Aufmerksamkeit auf sich zieht. 2006 kam es zum großen Streit zwischen ihm und Rod Stewart, nachdem Brand über eine Sex-Affäre mit Stewards Tochter Kimberly geplaudert hatte. (kom)