Schockierende Geständnisse im Dschungelcamp 2016: Thorsten Legat erzählt den Kandidaten, dass er als Jugendlicher von seinem Vater missbraucht wurde. Auch zwei weitere Dschungelcamper berichten aus ihrem verkorksten Leben.

Dschungel-Proll Thorsten entlockt einem Kandidaten ein Geständnis.

Kein Dschungelcamp ohne Beichten: An Tag zwei gesteht DSDS-Dauerkandidat Menderes Bagci, dass er trotz seiner 31 Jahre noch Jungfrau ist. An Tag drei bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" kommt es hingegen knüppeldick.

Ex-Fußballer Thorsten Legat erzählt seinen Mit-Insassen, dass er früher von seinem Vater misshandelt und missbraucht worden sei: "Mein Vater hat meine Familie tyrannisiert. Ich habe ihn gehasst wie die Pest."

Thorsten Legat schlug seinen Vater nieder

Der 47-Jährige erinnert sich vor allem eine Situation. Im Alter von 15 Jahren sei er die Treppe hochgegangen und habe dann seine Mutter in der Ecke sitzen sehen. Weinend. "Irgendwas hat mich gepackt und dann habe ich meinen Vater niedergeschlagen."

Nach dieser erschütternden Beichte wischt sich Menderes Tränen aus den Augen. Er geht mit Rolf Zacher zu Thorsten, sie reden ihm gut zu und die drei schlagen die Fäuste zusammen.

Menderes Bagci fühlt sich in Deutschland unwohl

Tag drei im Dschungelcamp steht ganz im Zeichen von traurigen Lebensgeschichten. Menderes gesteht, dass er sich im Dschungel wohler fühle als in Deutschland. Das erzählt er Thorsten und Jürgen Milski am Lagerfeuer: "Ich fühle mich hier irgendwie freier."

Der DSDS-Dauerkandidat sei zu Hause "ungern unterwegs". Die meisten Leute würden ihn nur auslachen: "Und hier, wenn dich jemand anlächelt, dann weißt du das anders zu bewerten. Sie lächeln dich an, weil sie dich nett finden."

In Deutschland hingegen würden ihn alle für einen "Spinner" halten: "Die nehmen mich nicht für voll."

Menderes habe in dieser Zeit der Halt durch die Familie gefehlt. Zu seinem bereits verstorbenen Vater habe er auch kein gutes Verhältnis gehabt: "Als ich ihn im Sarg gesehen habe, da war ich einerseits wütend, aber auch traurig."

Jürgen Milski geht Menderes' Geschichte nahe

Der 29-Jährige habe sich immer Geborgenheit gewünscht, die ihm aber verwehrt blieb: "Wo dir der Vater oder die Mutter sagt: 'Hey, mein Sohn, ich liebe dich. Oder ich vermisse dich. Ich bin stolz auf dich.'" Das würde Menderes heute noch vermissen.

Jürgen gehen diese Aussagen nahe. Ihn freue es sehr, dass Menderes im Dschungel so "aufblüht": "Menderes war vor vielen Jahren eine Witzfigur. Die ersten Jahre wurde er bei seinen Auftritten in Discotheken und Festzelten mit Gläsern und Eiswürfel beworfen", sagt Jürgen.

Er habe Respekt davor, dass Menderes trotzdem den Mut aufbrachte, weiterzumachen.

Dschungelcamp 2016 wird zum Beichtstuhl

Auch Gunter Gabriel sinniert im Dschungelcamp über seine "entgleiste" Vergangenheit: "Mein Leben ist im Grunde eine einzige Katastrophe."

Seine Mutter sei früh verstorben, sein Vater "brutal" gewesen: "So gesehen kann ich sagen, es ist ja erstaunlich, was ich alles auf die Beine gestellt habe."

Seinen Lebensunterhalt habe sich der Sänger selbst verdient: Durch Truckfahren oder Taxifahren. Er sei sogar Ansager in einem Stripschuppen gewesen: "Trotzdem bin ich immer meine Spur gegangen, wie im Song von Johnny Cash – I Walk The Line."