Er ist der junge Mann, den sie anfänglich als "Rainforrest Gump" belächelten - und der schließlich den RTL-Dschungel als König verließ: Joey Heindle, 19, hat die siebte "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!"-Staffel gewonnen. Und eigentlich doch so viel mehr.

Bildergalerie starten

Zickenalarm und Hodendinner

Die Stars kämpften sich 2013 mit nacktem Po, Ekel-Essen und tränenreichen Geständnissen durch das Dschungelcamp - ob es diesmal auch so sein wird?

Seiner Freundin Jacky, 18, hätte er im Krönungsjubel fast noch einen Heiratsantrag gemacht. Im Camp wuchs er über sich hinaus und wurde zum stolzen "Kämpfer". Und er bereicherte den Zitateschatz der Deutschen um gleich mehrere unvergessliche Sentenzen. Niemand möchte nach einem harten Tag künftig mehr am nächsten Morgen "tot im Bett aufwachen". Und die ganz schweren Prüfungen im Leben meistern sich leichter, wenn man sie mit dem kryptischen Joey-Schlachtruf "Let's Getty To Rumboh!" in Angriff nimmt. Ein sympathischer Sieger!

teleschau: Joey, erst einmal Gratulation, Eure Majestät!

Joey Heindle: Vielen Dank, vielen Dank.

Wie fühlt sich der Sieg denn an? Zittern immer noch die Knie?

Meine Knie sind mittlerweile wieder gerader geworden. Ich bin aber immer noch voll baff von allem Drum und Dran. Ich kann fast nicht glauben, dass ich Dschungelkönig bin. Ich hätte niemals damit gerechnet. Und ich freue mich wirklich.

Dann hat es sich also schon gelohnt durchzuhalten. Zwischendurch saß es ja öfter so aus, als ob Du nicht mehr weitermachen wolltest.

Auf jeden Fall war es richtig, trotz allem weiterzumachen. Nur die Harten kommen in den Garten, sagt man ja.

Hast Du unterschätzt, wie unangenehm die 16 Tage im Camp werden würden?

Und wie! Niemals hätte ich gedacht, wie schlimm das alles werden würde. Die Zeit im Camp war wirklich der absolute Horror. Und ich werde das nie wieder machen. Aber ich weiß, dass ich es geschafft habe - und ich habe viel gelernt. Ich bin viel selbstbewusster geworden. Deswegen war es im Rückblick 'ne coole Sache.

Die Leute in Deutschland hatten Dich schnell ins Herz geschlossen. Bei vielen Deiner Fragen runzelten die Zuschauer allerdings die Stirn. Du hattest doch nicht wirklich gedacht, dass alles in Studios aufgezeichnet würde?

Ich hatte am Anfang tatsächlich erwartet, dass wir in so ein australisches Studio gebracht werden. Als wir aber mit dem Hubschrauber in so einen riesigen Wald flogen, dachte ich mir: Alter, das kann doch kein Fernsehstudio sein? Es war tatsächlich die Realität. Oh mein Gott!

Zum Schluss wurdest Du wenigstens romantisch zurückgeholt. Was war das für ein Gefühl, als plötzlich Deine Freundin im Baumhaus vor Dir stand?

Hammer! Das war wirklich der schönste Tag in meinem Leben. Und dann konnte ich auch noch die Frau meines Lebens dabei haben. Sie ist jetzt meine Dschungel-Königin.

Als Du vor ihr auf die Knie gingst, sah das ja fast wie ein Heiratsantrag aus ...

Ich wollte einen machen. Aber dann hatte ich festgestellt, dass ich meine Ringe nicht dabei hatte.

Was hat sie Dir denn in der Kurzfassung schon alles über Deine Fernsehsendungen erzählt? Im Camp habt ihr ja gar nicht mitbekommen, was zuhause in Deutschland ein Millionenpublikum bewegte.

Ich muss mir das alles im Fernsehen reinziehen - und erst einmal realisieren, was passiert ist. Ich bin noch total baff.

Glaubst Du aber schon, dass Du die Erfahrung vermissen wirst?

Ich werde das Dschungelcamp selbst auf keinen Fall vermissen, einige der Leute allerdings schon. Aber ich bin froh, dass ich bald schon wieder in Germany bin, wo ich auch hingehöre - und nicht in irgend so einen komischen Wald.

Was ist das Erste, das Du zu Hause machen wirst, um wieder "normal" zu werden?

Ich werde wieder viel arbeiten müssen. Aber trotzdem werde ich versuchen, meinen Kopf abzuschalten. Ich brauche wahrscheinlich erst einmal eine Woche, um mich innerlich wieder frei zu bekommen. Das Programm hier war einfach so unvorstellbar.

Auf was freust Du Dich am meisten? Du hattest Dir für das Candle-Light-Dinner im Camp ja eigentlich ein Jägerschnitzel gewünscht.

Auf jeden Fall - Jägerschnitzel. Aber ich habe mir heute gleich ein Snickers an der Tankstelle gekauft. Das war schon mal super.

Wer waren denn im Rückblick Deine besten Freunde im Camp?

Patrick, Olivia und Silva - das waren die Drei, die ich voll in mein Herz geschlossen hatte, weil sie immer nett zu mir waren und mich auch aufbauten, als es mir nicht gut ging.

Du hattest ja in der Sendung schon angedeutet, dass Du Deinen Kindern und Enkeln noch vom Dschungelcamp erzählen möchtest ...

Definitiv. Das werde ich machen. Vorher muss ich mir die Sendung aber erst einmal komplett ansehen - und realisieren, was wirklich passiert ist. Schon ab dem dritten Tag im Camp hatte ich innerlich vergessen, dass da überhaupt Kameras in der Nähe waren. Sie waren einfach weg für mich - und deswegen hatte ich mich auch gar nicht mehr darauf konzentriert, was ich sage und wie ich 'rüberkomme. Ab dann ging's mir nur noch ums Überleben.

Das hast Du aber gut gemacht. Gratulation.

Dankeschön, echt! © teleschau - der mediendienst GmbH