Der aktuelle Trainer des FC Remscheid, Thorsten Legat, tauscht den Fußball vorerst gegen Maden und anderes Getier und geht in den Dschungel. Der deutsche Meister von 1993 wird sicher auch dort seine Sprüche klopfen.

Während seiner aktiven Zeit als Fußballer spielte Thorsten Legat bei fünf verschiedenen Bundesligisten. Begonnen hat der gebürtige Bochumer seine Karriere beim VfL Bochum. Weiter ging es bei Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, dem VfB Stuttgart und dem FC Schalke.

Mit Werder Bremen feierte er 1993 die deutsche Meisterschaft und 1994 den Gewinn des DFB-Pokals.

In kuriosem Interview dementierte er die Teilnahme am Dschungelcamp.

Nicht nur auf dem Platz sorgte der Hobby-Bodybuilder für Schlagzeilen, etwa, als er 1999 auf die Trinkflasche von Mannschaftskollege Pablo Thiam "Negersaft" schrieb und daraufhin vom VfB Stuttgart fristlos gekündigt wurde. 2001 beendete er seine aktive Laufbahn beim FC Schalke mit der Vizemeisterschaft und dem Gewinn des DFB-Pokals.

Abseits des grünen Rasens zog er 2007 während eines Streits mit Jugendlichen ein Samurai-Schwert. Glück für ihn, dass der Richter damals auf "Notwehr" entschied.

Beginn der Trainerkarriere

Seit 2004 arbeitet Legat als Trainer. Zu Beginn dieser Saison übernahm er den Posten beim Siebtligisten FC Remscheid. Zwar redet Legat gerne und viel, der Umgang mit der deutschen Sprache fällt ihm auf den Pressekonferenzen dabei aber oftmals nicht ganz so leicht.

Bei seiner Vorstellung gab er folgendes zum Besten:

  • "Ich denke mal, ich bin kein Messias, ich kann nicht in drei Tagen den FC Remscheid auf den Kopf stellen. Aber eins kann ich: Ich kann in den Köpfen der Spieler eins sagen. Dass sich andere Zeiten in Remscheid ändern!"
  • "Großkotzer, die brauchen wir glaube ich jetzt hier nicht. Was ich jetzt brauche, sind Kerle mit Eier in der Buxe."
  • "Die Mannschaft ist intakt. Ich kenne diese Leute. Ich weiß, mit wem ich rechnen kann. Es interessiert mich aber auch nicht."
  • "Man geht auch mal freitags schön weg, ballert sich den Arsch voll, auf Deutsch gesagt, Entschuldigung für diesen Ausdruck. Aber nicht mehr bei mir!"
  • "Zeit habe ich genug. Und die Investition von den Spielern, die wird am Tage geführt, das kann ich jetzt schon sagen."

Und wenn seine Mannschaft mal nicht so spielt, wie er es vorgibt, dann lässt der Coach auf der anschließenden Pressekonferenz das raus, was sich während des Spiels an Wut angesammelt hat. Auch als Journalist ist man nicht vor Legat sicher.

Legat im Dschungel

Jetzt zieht das Muskelpaket in das Dschungelcamp. Es ist davon auszugehen, dass Legat auch dort für Unterhaltung sorgen wird.

Bis vor Kurzem wusste er angeblich gar nichts davon, schickte aber vor dem Einzug der Camper in den australischen Dschungel schon eine Kampfansage an die Tiere dort: "Wenn, dann müssen sich die Tiere im Dschungel schon vor Thorsten Legat schützen."

Thorsten Legat ist schon in Australien angekommen und schickt Grüße nach Deutschland. In gewohnt "legatschem" Deutsch.