Eines steht schon jetzt fest: Es wird schmutzig, eklig und vor allem sehr konkret: Die Verfilmung des skandalträchtigen Romans "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche startet am 22. August in den deutschen Kinos. Mit dem vorab veröffentlichten Trailer sorgte die Ekel-Verfilmung bereits für Zündstoff. Protagonistin Helen Memel mit ihren unmädchenhaften sexuellen Vorlieben und ihrer Faszination für diverse Körperflüssigkeiten wird von der Schweizerin Carla Juri verkörpert. Aber wer ist die Schauspielerin, deren gewöhnungsbedürftige Rolle ihr den Weg in eine große Karriere ebnen könnte?

Der Name Carla Juri dürfte dem internationalen Publikum recht neu sein. In ihrer Heimat allerdings ist die 27-Jährige eine erfolgreiche Schauspielerin, die 2011 und 2012 bereits mit dem Schweizer Filmpreis ausgezeichnet wurde. Auf der diesjährigen Berlinale ergatterte sich die Schweizerin die begehrte Auszeichnung "Shooting Star 2013". Nun spielt sie in der Romanverfilmung "Feuchtgebiete" die Hauptrolle - ein großer Schritt in Richtung internationale Karriere?

Die 27-Jährige wurde im Tessin geboren, wo sie mehrsprachig aufwuchs. In Los Angeles und London studierte sie Schauspiel und verbuchte bereits mit ihrer ersten Kinorolle einen Erfolg: Für "180°" erhielt sie 2011 den Schweizer Filmpreis und für die Hauptrolle im Film "Eine wen iig, dr Dällebach Kari" von Xavier Koller wurde sie 2012 als beste Darstellerin ausgezeichnet. Aber nicht nur in der Schweiz, auch in England und Italien stand Juri bereits vor der Kamera.

Mit der Rolle der Helen Memel in "Feuchtgebiete" wird Juri sicherlich auch in Deutschland von sich reden machen. Im Jahr 2008 sorgte Autorin Charlotte Roche mit ihrer Romanvorlage für ordentlich Diskussionsstoff. Die Erlebnisse und Phantasien der 18-jährigen Helen, die es mit der Körperhygiene nicht so genau nimmt, gerne mal mit Gemüse experimentiert und schließlich aufgrund einer missglückten Intimfrisur im Krankenhaus landet, brechen gesellschaftliche Tabus. Dennoch - oder gerade deshalb - führte das Buch sieben Monate die Bestsellerliste an und verkaufte sich über zwei Millionen Mal. Es wäre keine Überraschung, wenn der Film ein ebensolcher Kassenschlager würde.

Für die Rolle scheint Juri prädestiniert zu sein. Die Berlinale-Jury begründete ihre Entscheidung für den "Shooting Star" mit dem Talent der Schauspielerin, Menschen und Geheimnisse porträtieren zu können. Sie habe ein "verführerisch romantisches Gesicht, das die faszinierende Fähigkeit verberge, das Publikum zu überraschen, indem sie nie verrate, was ihr Charakter tun wird". Damit scheint die 27-Jährige wie gemacht für die Hauptrolle in "Feuchtgebiete". (frei)

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