(kom/cze) - Für Thomas Gottschalk und seine Vorabendsendung wird es immer enger: Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" ist die Mehrheit der ARD-Intendanten dafür, "Gottschalk Live" einzustellen.

Dabei sprach der Sender noch vor Tagen von einem Relaunch des Formats und einer kurzfristigen Konzeptänderung. Von einer Partnerin für Gottschalk und einem Live-Publikum war die Rede - doch anscheinend glaubt man jetzt bei der ARD nicht mehr an den Erfolg der Sendung. Die Chefin der Produktionsfirma Grundy Light Entertainment Ute Biernat hält sich gegenüber der SZ bedeckt: "Entgegen anderslautender Spekulationen in den Medien wird es kurzfristig kein vollkommen neues Konzept geben, sondern die Sendung soll sich langsam aber stetig weiterentwickeln."

Zu einer Weiterentwicklung wird es aber womöglich nicht mehr kommen. Das Experiment "Wohlfühl-Wohnzimmer" am Vorabend scheint laut dem SZ-Bericht gescheitert. Die ARD-Chefs rechnen demnach nicht mehr damit, dass "Gottschalk Live" langfristig über fünf Prozent Marktanteil liegen wird. Zu Beginn der Show vor knapp zwei Monaten hatte man noch auf zweistellige Prozentsätze gehofft.

Wie dramatisch die Lage ist, zeigt der Blick auf die Zuschauerzahlen vom Dienstag: "Gottschalk Live" fiel erneut unter die Eine-Million-Marke, der Marktanteil lag bei 3,8 Prozent. Noch schlimmer sah es in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen aus: Hier schalteten gerade einmal 160.000 Zuschauer ein.