(dh) - Am Samstag wird Markus Lanz zum ersten Mal "Wetten, dass..?" moderieren. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung gesteht er: "Okay, ich gebe es zu: Ich habe mächtig Schiss in der Bux. Alles andere wäre auch komisch, oder?"

Ab morgen moderieren Sie die wichtigste Unterhaltungsshow Europas. Sind Sie ein bisschen größenwahnsinnig?
Lanz: Ach was! Ich bin in Wahrheit ein Zweifler. Vielleicht ist das ja auch eine Qualität: sich selbst in Frage zu stellen. Dunja Hayali, die ich sehr schätze, sagte neulich: 'Es ist keine Operation am offenen Herzen. Es ist nur Fernsehen.'

Angst zu scheitern?Ja, aber auch das gehört zum Leben dazu.

Ihr Vorgänger Thomas Gottschalk ist morgen Ihr größter Konkurrent!
Weder Thomas noch ich haben uns das so gewünscht.

Was halten Sie davon, dass er jetzt neben Bohlen das "Supertalent" macht?
Er hätte ‚Wetten, dass..?‘ bis zur Rente machen können. Stattdessen hat er etwas ganz Neues gewagt. Davor habe ich großen Respekt.

Ist das ein Wettbewerb zwischen Ihnen?
Beruflich natürlich schon, persönlich sicher nicht. Wir haben vor ein paar Wochen telefoniert, und es stimmt, was alle sagen, die Thomas Gottschalk viel besser kennen als ich: Das ist ein feiner Mensch, eine neidfreie Zone. Und was die Quote angeht: Einer wird gewinnen, so ist das Leben.

Apropos Quote: Markus Lanz nennt im Interview tatsächlich eine konkrete Zahl. Auf die Frage, welches Quoten-Ziel die Sendung denn habe, spricht er von "8 Millionen" als "vorsichtig definiertem Wunsch" des ZDF-Intendanten. Das ist in der Tat recht tief gestapelt. Angesicht des Interesses, das schon im Vorfeld herrscht, darf man wohl eher mit Zuschauerzahlen im zweistelligen Millionenbereich rechnen. Doch ob Masse gleich Klasse ist und Lanz die großen Fußstapfen seines Vorgängers ausfüllen kann, zeigt sich erst am Samstagabend.