(lug) - Stefan Raabs Polit-Talk "Absolute Mehrheit" startet mit den erwartet hohen Einschaltquoten. Bei der jüngeren Zielgruppe hängte das neue Format sogar die etablierte Sendung von Günther Jauch ab.

Die Highlights der Raab-Show

Sieg für FDP-Mann Kubicki, aber ohne Absolute Mehrheit! © MySpass

Die Reaktionen von Kritikern wie Politikern zum Auftakt von "Absolute Mehrheit" fielen eher durchwachsen aus. Das Ziel von Stefan Raab, Politik-Talk endlich auch für ein jüngeres Publikum interessant zu machen, wurde jedoch erreicht. Zumindest für den Anfang.

Insgesamt 1,79 Millionen schalteten laut "kress.de" um 22:47 Uhr auf ProSieben ein, um zu sehen wie sich Tausendsassa Raab als Polit-Talker schlagen würde. Günther Jauch konnte eine Stunde früher im Ersten 5,54 Millionen Zuschauer verbuchen.

Somit hat der Talk-Routinier auf den ersten Blick klar die Nase vorn. Bei genauerer Betrachtung sieht die Sache jedoch anders aus: In der Zielgruppe der 14- bis 49 Jährigen sahen bei Raab 1,28 Millionen zu, was einem Marktanteil von 18,3 Prozent entspricht. Jauch schaffte es mit 1,14 Millionen Zuschauern dieser Altersklasse nur auf 8,9 Prozent.

Bei den unter 30-Jährigen erreichte Raab mit satten 24,7 Prozent zwar keine "Absolute Mehrheit", Jauchs magere 4,7 Prozent lassen das aber beinahe so wirken.

Unterm Strich lässt sich das Fazit ziehen, dass Raab eine ganz andere Klientel bedient als vergleichbare Formate der öffentlich-rechtlichen Sender. Es bleibt interessant abzuwarten, wie "Absolute Mehrheit" vor der Zeit bestehen kann. Auch wenn Raab das Rad nicht neu erfunden hat, sorgt er doch einmal mehr für etwas Abwechslung. Und noch politikverdrossener wird die Jugend dadurch bestimmt nicht.