(kom/mom) - Thomas Gottschalk kommt mit seiner neuen Vorabendsendung einfach nicht in Fahrt. Am Dienstagabend verzeichnete die Show erneut einen kräftigen Zuschauerverlust. Für die ARD und den Entertainer wird es quotentechnisch immer enger.

Gegenüber dem Vortag verlor "Gottschalk Live" weitere 500.000 Zuschauer: Nur noch 1,4 Millionen waren dabei, als Thommy mit Stilikone Karl Lagerfeld und Dieter Kosslick, dem Chef der Berlinale, plauderte.

Dramatisch sah auch der Marktanteil beim Gesamtpublikum aus. Thommy kam am Dienstagabend gerade noch auf magere fünf Prozent, damit lag die Sendung sogar unter den Werten der Daily Soap "Verbotene Liebe" und der Krimireihe "Heiter bis tödlich" - das Quotendesaster ist perfekt. Dabei hatte man zu Beginn von "Gottschalk Live" beim Ersten noch auf einen zweistelligen Marktanteil gehofft.

Den Zuschauerrückgang wollte die Produktionsfirma mit einer deutlichen Umstrukturierung aufhalten. Gottschalk sollte den Fokus der Sendung mehr auf das Tagesgeschehen richten. Doch das Format im Stil von "Gottschalks Tag" scheint bei den Fernsehzuschauern überhaupt nicht anzukommen.

Die WDR-Intendantin Monika Piehl scheint trotz der Quoten-Talfahrt an der Sendung festhalten zu wollen. Gegenüber dem "Focus" äußerte sie sich mit den Worten, die Show sei "ein neues Format, mit dem man ein Stück Geduld haben muss", außerdem sei sie "absolut nicht nervös".

"Ja, es holpert noch!", räumt Gottschalk in der "Bild"-Zeitung ein. "Nein, wir haben unsere Form noch nicht gefunden. Aber wir wissen jeden Tag ein bisschen mehr und werden auch noch ein paar Tage mehr brauchen", zeigt sich der Entertainer zuversichtlich.

Doch ob ihm diese Zeit bleibt, ist fraglich. Innerhalb von nur sechs Folgen verlor Gottschalk weit über drei Millionen Zuschauer. Zur Erinnerung: Bei der Premiere in der vergangenen Woche wollten ihn noch 4,34 Millionen Zuschauer in seinem neuen Fernseh-Wohnzimmer sehen.