Charlotte Roche, Stefan Raab, Heike Makatsch und Co.: So einige deutsche Stars starteten ihre TV-Karriere beim Musiksender Viva. Wir zeigen, wie es danach für sie weiter ging.

Nach seiner Metzgerlehre machte sich Stefan Raab zunächst als Produzent von Werbejingles selbständig. So landete er schließlich bei Viva, wo er von 1993 bis 1998 die Sendung "Vivasion" moderierte. Der Rest ist TV-Geschichte...
Mit "TV total" und verschiedenen Show-Events wie der "Wok-WM", "Schlag den Raab" oder dem "TV total Turmspringen" wurde Raab ab 1999 zum größten Entertainer Deutschlands. Ende 2015 beendete er schließlich seine TV-Karriere und hinterließ eine große Lücke im deutschen Fernsehen.
Sie gehörte in den späten 1990ern zweifelsohne zu den schillerndsten Paradiesvögeln im deutschen Fernsehen: Bekannt wurde Charlotte Roche mit ihrer Sendung "Fast Forward" auf Viva II, die später auch auf Viva lief.
Moderatorin, Sprecherin und vor allem Autorin: Charlotte Roche ist heute vielbeschäftigt. Ihre Romane "Feuchtgebiete" und "Schoßgebete", die auch verfilmt wurden, sorgten für wochenlange Diskussion und mischten den deutschen Literaturmarkt ordentlich auf.
Dieser junge Herr ist auch heute noch im TV aktiv - sorgt im Moment allerdings weniger mit seiner Arbeit als mit seinem Liebesleben für Aufsehen.
Rein äußerlich hat sich Oliver Pocher wenig verändert. Als Moderator und Comedian blieb er bis heute den Zuschauern erhalten - an seinem Verständnis von Humor scheiden sich nach wie vor die Geister.
Niels Ruf, das Schmuddelkind von Viva II, sorgte mit seiner Sendung "Kamikaze" für den ein oder anderen Aufreger.
Nach seiner Zeit beim Musikfernsehen probierte Niels Ruf (hier mit Otlile Mabuse und Sylvie Meis (r.)) eine Menge aus, war mäßig erfolgreich und landete am Ende dort, wo sich alle TV-Stars wiederfinden, die ihre besten Zeiten hinter sich haben: in der RTL Show "Let's Dance". Das half aber auch nichts. Inzwischen versucht sich Ruf regelmäßig mit diversen Skandälchen ins Gespräch zu bringen.
Brav, niedlich und der lebendig gewordene Traum aller Schwiegerväter war dagegen Nova Meierhenrich. Sie moderierte um die Jahrtausendwende die Show "Inside".
Auf diesem Bild sieht es zwar nicht so aus, aber Nova Meierhenrich ist auch heute das Abziehbild einer netten Blondine mit großem Herzen und engagiert sich bei zahlreichen sozialen Projekten.
Heute sieht man ihn kaum noch ohne seinen Kumpel und Kollegen Joachim "Joko" Winterscheidt. Bei Viva startete Klaas Heufer-Umlauf seine Karriere aber solo.
Der Bart kann uns nicht täuschen: Klaas sieht im Grunde immer noch aus wie zu Viva-Zeiten. Bei der Zielgruppe des pubertären Humors von "Joko & Klaas" kommt das sicher gut an.
Von ihm fühlten sich die Kids damals verstanden: Mit "Metalla" und "Wah²" bediente Markus Kavka die Musikwünsche abseits der Popcharts.
Der hat ein Leben! Auch heute noch ist es Kavkas Job, Musik im TV zu präsentieren. Auf "Kavka Deluxe" zeigt er seine Lieblingsvideos und erzählt Schwanks aus seiner Jugend.
Mola Adebisi ist das Urgestein des Musiksenders Viva. In Sendungen wie "Interaktiv" oder "VIVA Top 100" brachte er die Jugend auf den neusten Stand des Musikgeschehens. Diese Zeiten sind lange vorbei.
Mola Adebisis Karriere nahm den Lauf, den man von C-Promis nur zu gut kennt. Er hatte vereinzelt Auftritte in Fernsehproduktionen. 2003 führte ihn sein Weg zum Promiboxen und 2014 belegte er den achten Platz im Dschungelcamp von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Was nach dem Dschungel kommt, ist, wie so oft, das komplette Verschwinden aus der Promiwelt.
Bei "Interaktiv" war Jessica Schwarz ein kleines Plappermaul und hat für den einen oder anderen unfreiwilligen Lacher gesorgt. Nach Viva schlug Jessica Schwarz eine andere Karriere ein...
... Schwarz widmete sich nach ihrer Viva-Zeit der Schauspielerei. Mit Filmen wie "Das Parfüm - Die Geschichte eines Mörders", "Der rote Kakadu" und dem Spielfilm "Romy" wurde sie zur ernstzunehmenden Schauspielerin.
Auch er verbreitete gute Laune im Musikfernsehen. Tobias Schlegl kam 1995 zu Viva. Er moderierte Sendungen wie "Interaktiv", "Schlegl" und "Kewl".
Weiter ging es für Schlegl mit seiner eigenen Talk-Sendung "Absolut Schlegl" auf Pro7. Nach all der spaßigen Unterhaltung auf TV-Sendern wendete sich Schlegl 2012 der Kultur zu und moderierte im ZDF die Kultursendung "aspekte". Im Juli 2016 erfolgte schließlich die Kehrtwende. Schlegl gab seinen Rückzug aus dem Fernsehen bekannt, um künftig als Notfallsanitäter etwas "gesellschaftlich Relevantes" zu tun.