Dresden (dpa) - Die deutsche Fertighausbranche zeigt sich für das kommende Jahr optimistisch, rechnet aber auch mit einem weiterhin schwierigen Marktumfeld.

"Die Auftragsbücher sind bis nächsten Sommer gut gefüllt", sagte Johannes Schwörer, Chef des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF), der Nachrichtenagentur dpa bei einer Tagung in Dresden. Für das laufende Jahr rechnet er bereits mit einem Umsatz von mehr als 1,8 Milliarden Euro - 1,7 Prozent mehr als 2013.

Der Trend zu den eigenen vier Wänden halte an - auch als sichere Geldanlage. Dies sei auch auf eine generelle Unsicherheit gegenüber der Entwicklung des Euros zurückzuführen, erklärte Schwörer.

Dennoch werde das Marktumfeld schwieriger. Der Bauboom für Ein- und Zweifamilienhäuser kühle sich etwas ab. Bundesweit wurden im ersten Halbjahr 2014 insgesamt 9150 Baugenehmigungen für Fertigbauhäuser erteilt - knapp zwei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Dabei kämpft die Branche gegen das Image von Fertigbauhäusern als Einheitsware. Die Ausgestaltung werde immer individueller, hieß es. Künftig wollen die Hersteller einen neuen Markt erobern: den der Mehrfamilienhäuser. "Was bei kleineren Häusern funktioniert, geht auch bei großen", sagte Schwörer.© dpa