Berlin (dpa) - Der gesetzliche Mindestlohn könnte einem Zeitungsbericht zufolge 2017 von 8,50 auf 8,80 Euro steigen.

Eine stärkere Erhöhung lasse die maßgebliche Orientierung an der Tariflohnentwicklung nicht zu, berichtete der "Tagesspiegel" (Samstag) unter Berufung auf Kreise der Mindestlohnkommission. Sollte es in der Metallbranche und im öffentlichen Dienst hohe Tarifabschlüsse geben, könnten es auch 8,85 Euro werden.

Nach dpa-Informationen werden insgesamt 500 Tarifverträge dem maßgelblichen Tarifindex zugrundegelegt, insofern seien Prognosen noch zu früh, hieß es in Insiderkreisen. Gewerkschaftsnahe Forscher hatten für eine Erhöhung des Mindestlohns auf mindestens 9 Euro plädiert.

Die Mindestlohnkommission aus Vertretern von Arbeitgebern und Gewerkschaften soll bis Mitte des Jahres eine Anpassung der Höhe beschließen, die Anfang 2017 kommen soll.© dpa