Stockholm/Frankfurt (dpa) - Gillis Lundgren, der Erfinder des Billy-Regals, ist tot. "Mit sehr großem Bedauern haben wir erfahren, dass Gillis Lundgren am 25. Februar 2016 im Alter von 86 Jahren verstorben ist", erklärte eine Sprecherin von Ikea Deutschland am Dienstag.

Der schwedische Möbelkonzern hatte am Montagabend Medienberichte über den Tod Lundgrens bestätigt.

Lundgren habe Hunderte Produkte entworfen, darunter den Regal-Klassiker Billy, der laut Ikea seit 1978 Teil des Sortiments ist und innerhalb der ersten 30 Jahre weltweit 41 Millionen mal verkauft wurde. "Wir erinnern uns an Gillis als einen Mann voller Ideen, der sie schnell in praktische Produkte umzusetzen wusste", erklärte die Sprecherin.

Lundgren sei es auch gewesen, der auf die Idee kam, die Möbel in flache Pakete zu verpacken, was für die Entwicklung des schwedischen Möbelhauses entscheidend gewesen sei. Der schwedischen Zeitung "Smålandsposten" erzählte er einmal, der Einfall sei ihm gekommen, als er in einer Nacht gemeinsam mit Ikea-Gründer Ingvar Kamprad Produkte für den Katalog fotografierte. Er habe gedacht, dass der von ihm entworfene Tisch Lövet zu viel Platz einnehme. Da sei ihm die Idee gekommen, die Beine einfach abzuschrauben - und damit war das Ikea-Markenzeichen geboren. Der Tisch wurde nun unter dem Namen Lövbacken wieder in das Sortiment aufgenommen.

Lundgren hat fast sein ganzes Leben lang für das Möbelhaus gearbeitet. Als er 1953 bei Ikea angefangen habe, sei er erst der vierte Mitarbeiter des Unternehmens gewesen. Bis 2012 habe er für Ikea als Berater gearbeitet.

Bericht Aftonbladet (schwedisch) © dpa