Der Versicherer Zurich kommt nicht aus der Krise. Wegen Problemen in der Schadenversicherung und des eingeleiteten Konzernumbaus brach der Gewinn im abgelaufenen Jahr um mehr als die Hälfte auf 1,8 Milliarden US-Dollar (1,6 Mrd Euro) ein. Bis 2018 sollen 8.000 Stellen abgebaut werden.

Verwaltungsratspräsident und Übergangschef Tom de Swaan sprach von "rigorosen Maßnahmen", um den Konzern wieder rentabler zu machen. Von dem Konzernumbau, der bis 2018 angelegt ist, sollen rund 8.000 Mitarbeiter betroffen sein.

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Nicht alle Stellen fielen weg, viele würden etwa in zentralen Dienstleistungsstellen angesiedelt, sagte eine Zurich-Sprecherin. Für Deutschland hatte der Versicherer bereits den Wegfall von 500 Jobs angekündigt. In der Schweiz fallen 750 Jobs weg.

Mario Greco übernimmt bei Zurich im März

Der künftige Chef Mario Greco, der bislang den italienischen Versicherer Generali geführt hat, soll nun schon am 7. März bei Zurich anfangen.

Generali hatte ihn am Dienstag von seinen Verpflichtungen entbunden. Ursprünglich war sein Wechsel erst zum 1. Mai geplant. Sein Vorgänger bei Zurich, Martin Senn, hatte im Dezember nach geschäftlichen Rückschlägen seinen Hut genommen.

Die Aktionäre sollen nicht zusätzlich unter der desolaten Entwicklung leiden. Für 2015 will Zurich mit 17 Franken je Aktie eine gleich hohe Dividende zahlen wie im Vorjahr. (dpa/ank)

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